Über Lilli Green

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Schlafen wie auf Wolke 7

Schlafen ist eine Kunst. Immer mehr Studien belegen, wie wichtig ein guter Schlaf für den Alltag ist. Ob Hochleistungssportler oder Büro-Muffel, jeder braucht den richtigen Schlaf für das, was am Tag so ansteht. Jeder Mensch verbringt etwa ein Drittel seines Lebens im Schlaf. Dabei geht es nicht nur um Quantität sondern vor allem auch um die Qualität. Aber was ist eigentlich das Geheimnis von einem guten Schlaf?

Der Ausdruck „siebter Himmel“ oder „Wolke 7“ stammt wahrscheinlich aus der Theorie des griechischen Philosophen Aristoteles. Dieser teilte den Himmel in sieben durchsichtige Gewölbe ein, in die die Himmelskörper eingebettet sind. Das siebente Gewölbe, also der siebte Himmel, sei jener Bereich, der die Welt mit all ihren Planeten, Sternen, Monden und Sonnen gegen das Nichts abschließe…. Wie schläft man also so wie im siebten Himmel? Zwischen Materie und Nicht-Materie, All und Nichts, Wirklichkeit und Traum?

Das Geheimnis vom guten Schlaf

Ein wichtiger Faktor ist eine richtige Entspannung am Abend. Dabei kann es helfen, nicht mehr kurz vor dem Schlafen fernzusehen, sondern runterzukommen vom Tag mit einem Buch, schöner Musik, Meditation, einer Massage vom Partner oder in der Badewanne. So lässt sich das Bewusstsein sanft in dem Schlaf hineinfließen. Wachsende Popularität genießt im Moment das Lucid Dreaming: eine Art Schlaf- oder Traumyoga wo du dich vor dem Schlafengehen mittels Meditation auf den Übergang in dem bewussten Traumzustand vorbereitest.

Aber auch auf die Einrichtung des Schlafzimmers kommt es an: Sorge dafür, dass das Schlafzimmer klar als Schlafzimmer benutzt wird, und banne sämtliche elektronische Geräte, am besten auch das Handy, aus dem Schlafbereich. Auch ein gutes Raumklima tut Wunder: Regelmäßig lüften, gesunde, ökologische und natürliche Materialien, eine Raum-Gestaltung, worin du dich geborgen und wohl fühlst. Aber wenn all diese „Schlaf-Software“ geschaffen ist, dann ist es Zeit, sich über die„Hardware des Schlafens“ Gedanken zu machen: Das Bett und die Matratze.

Eigentlich wollten wir uns eine klassische Öko-Matratze besorgen, aber dann kam Bruno auf uns zu. Ob wir seine Matratze mal testen wollen? Nach anfänglicher Skepsis haben wir gesagt: lasst uns das machen. Gekommen ist die Bruno-Matratze aufgerollt in einer großen Papp-Box mit Bärenaufdruck. Wir haben gleich gewitzelt, ob wir ein Unpacking-Video machen, wo ein Bären aus dem Karton springt, aber die Idee war uns dann irgendwie doch zu…bärig.

Bruno im Test: Schnarcht ihr noch oder schwebt ihr schon?

Am Anfang schien uns die Matratze etwas zu weich – für unserem Geschmack. Aber schon nach wenigen Nächten auf dem Bruno mussten wir ehrlichkeitshalber bekennen, das wir echt gut darauf liegen, und das, was wir am Anfang als „weich“ wahrgenommen haben, tatsächlich eher dieses „schwebende“ Gefühl ist, womit Bruno wirbt. Gleichzeitig ist die Matratze recht dick und sehr stabil, also, einen Lattenrost spürt man da nicht mehr so schnell durch. Und sie ist eben nicht zu hart, aber auch nicht zu weich. Nach etwa einem Monat mit Bruno sind wir immer noch zufrieden, und da Bruno eine 10-Jahre-Garantie verspricht, hoffen wir, es in 10 Jahren noch zu sein!

Hinter der Matratze steckt die Bruno Interior GmbH, ein Berliner Startup-Unternehmen, deswegen auch der Bär. Die Gründer Felix Baer und Andreas Bauer stellten fest, dass viele Matratzen auf dem Markt keine gute Qualität haben, und die guten Matratzen, die es gibt, sehr teuer sind. Sie wollten die perfekte Matratze entwickeln zu einem nicht zu hohen Preis, ohne teure Zwischenhändler. Sie haben seitdem hunderte von Matratzen getestet, ihre Stärken und Schwächen identifiziert und ständig Verbesserungen gesucht. Dass der Bruno auch beim Thema Design punktet, zeigt der neulich erworbene Designpreis: die Expertenjury vom Rat für Formgebung hat dem Bruno Boxspringbett den renommierten German Design Award 2018 in der Kategorie „Furniture“ verliehen.

Nachhaltigkeit bei Bruno

Die Bruno-Matratze wird in Deutschland hergestellt, was wir schon mal ganz wunderbar finden. Im untenstehenden Video wird auch gezeigt, wie die Matratze gemacht wird. Im Video wird auch gesagt, dass nach Möglichkeit ökologische Materialien verwendet werden. Die Liegefläche besteht aus 100% Baumwolle (leider keine Biobaumwolle!), und ist abnehmbar und waschbar. Auf dem Kern befindet sich eine 3 cm dicke Oberfläche aus 100% Naturlatex, die für optimale Gewichtsverteilung auf der Matratze sorgt. Die Matratze ist nach dem Ökotex-100-Standard zertifiziert, der aber eigentlich, wenn es um die ökologische Herstellung geht, nicht all zu strenge Kriterien hat: Das Siegel sagt vor allem aus, dass es sich um ein auf Schadstoff-Rückstände geprüftes Produkt handelt. Das Berliner Start-Up Unternehmen betont aber nach Rückfrage noch mal, dass Sie im Verhältnis zu anderen konventionellen Anbietern auf dem Markt weit höhere Standards hat.

Fazit

Bruno hält seine Versprechen, der Komfort ist da, die Qualität stimmt, das Design ist gut, und den schwebenden Effekt gibt es tatsächlich. Wir schweben wie auf Wolke sieben, zwischen Materie und Nicht-Materie. Beim Thema Nachhaltigkeit ist Bruno auf einem guten Weg. Wir finden die Produktion in Deutschland schon mal ganz vorbildlich. Bei den Materialien und Zertifizierungen kann noch nachgebessert werden. Dass ein Start-Up nicht gleich eine CSR-Abteilung einrichtet, ist ja verständlich, und wir hoffen, dass Bruno noch weitere Schritte auf dem Weg zu mehr ökologischer Nachhaltigkeit gehen wird.

Unsere Fragen an Bruno

– Welche Rolle spielen für Bruno Nachhaltigkeit und nachhaltiges Design?

Nachhaltigkeit spielt bei uns eine große Rolle. Wir sind von der guten Qualität unsere Matratze überzeugt und gewähren deshalb auch 10 Jahre Garantie. Wenn Matratzen von Kunden innerhalb des Testzeitraums zurückgesendet werden, dann werden diese recycelt, damit möglichst viele Materialen und Teile wiederverwendet werden können.

– Bruno setzt auf Qualität und „womöglich auch auf ökologische Materialien“. Was bedeutet das für euch konkret?

Ökologische Materialen spielen für uns eine wichtige Rolle, deshalb besteht unsere Latexschicht auch aus 100% Naturlatex und die Liegefläche aus 100% Baumwolle. Zudem hat unsere Matratze das Oeko-Tex-Standard-100-Zertifikat, das die Verwendung und den sinnvollen Einsatz von ökologischen Materialen bestätigt. Ein weiteres Bespiel dafür sind unsere Bettwaren, diese sind vom Traumpass zertifiziert. Sie stehen für ausgewählte Qualität und  Tierschutz, da eine lückenlose Rückverfolgung der Daunen und Federn möglich ist.

– Ihr produziert die Matratzen in Deutschland. In wieweit ist das eine bewusste Wahl, und warum?

Die Wahl ist bewusst auf Deutschland gefallen. Wir haben da auch schon vor der offiziellen Produktion gestartet, denn auch die Entwicklung der Matratze fand ausschließlich in Deutschland statt. Denn nur dadurch können wir eine konstant hohe Qualität sicherstellen.

– Würdet ihr euch als soziales Unternehmen bezeichnen?

Direkt als soziales Unternehmen würden wir uns nicht bezeichnen, aber wir haben natürlich auch soziale Aspekte bzw. Projekte. Einerseits natürlich die Matratzenproduktion in Deutschland. Zudem sind wir auch aktive Unterstützer des Bärenwalds Müritz.

– Habt ihr eine ausgearbeitete CSR-Strategie?

Nein, die haben wir nicht.

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