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Design, Eco-Fashion

lunapad und divacup – Umweltfreundliche Monatshygiene

2 Kommentare 02 September 2010

Ich bin vor ein paar Tagen auf ein Thema gestoßen wurden, das in meiner Umgebung gelinde gesagt für Überraschung gesorgt hat. Es geht um wiederverwendbare Monatshygiene – also umweltfreundlichen Alternativen zu Tampon und Slipeinlagen. Die Präsenz dieses Themas auf englischsprachigen Blogs ist beeindruckend, doch ist mir das Thema in der Diskussion um Nachhaltigkeit und Design noch vollkommen unbekannt. Obwohl ich die Produkte interessant finde, bin ich hier nicht der richtige Ansprechpartner, deshalb möchte ich die beiden gängigsten Produkte nur kurz vorstellen und auf die persönlichen Kommentare der Nutzerinnen verweisen.

Lunapads
Quasi die Alternative zu den einmal verwendbaren Slipeinlagen. Diese Binden bestehen aus mehren Schichten Baumwolle. Sie sind wiederverwendbar und werden nach der Benutzung  gewaschen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Binden sind sie frei von reizenden Chemikalien und Kunststoffanteilen (meißt Polypropylen oder Polyethylen). Und die Pads werden auch in der organic-cotton Variante vertrieben.
Mehr Informationen, Anleitungen und Kommentare findet ihr hier bei lunapads.com – der Vertrieb mit dem wunderbaren Motto ‘eco positive periods’. Wer in Deutschland nach Bezugsquellen sucht und sich weiter informieren möchte, sollte nach ‘waschbaren Binden’ suchen.

Divacup
Bei diesem Produkt war der anfängliche ‘iih’ Effekt in meiner Umgebung nicht ganz so nachwirkend. Divacup – Die Alternative zu Tampons ist im Deutschen bekannt unter so schönen Namen wie Menstruationstasse, Menstruationskappe, Menstruationsglocke oder Mondbecher. Und je nach Anbieter unter den Produktnamen Keeper, Mooncup oder Divacup zu finden. Die Becher waren bisher besonders unter Reisenden bekannt, die in ferne Länder fuhren, in denen die Versorgung mit bekannten Hygieneprodukten nicht immer gewährleistet ist. Ein kleiner Becher aus medizinischen Silikon (hypoallergen) wird inwändig eingesetzt und sammelt das Menstruationsblut anstatt es aufzusaugen. So lässt er im Gegensatz zu herkömmlichen Tampons die Scheide nicht austrocknen. Der Divacup kann bis zu 12 Stunden verwendet werden, bevor er entleert und gewaschen wird. Die Becher können bis zu 10 Jahre wiederverwendet werden und haben damit eindeutige ökonomische und ökologische Vorteile gegenüber Wegwerfprodukten. Außerdem konnte Ökotest noch 2007 in Tampons, die aus Viskose, Baumwolle, Kunststoff oder einem Mix bestehen, bedenkliche Stoffe, wie Formaldehyd und halogenorganischen Rückständen nachweisen.

Soweit die trockenen Fakten, doch wer die Kommentare der Anwender ließt wird die Gründe für die Nutzung in noch ganz anderen Bereichen finden. Doch spätestens hier verlasse ich wirklich mein Kompetenzfeld und möchte auf die Kommentare verweisen:

Kommentare via globetrotter:

Es gibt kein zurück mehr – ich habe alle Tampons aus meinem Bad entfernt…

Es ist einfach in der Anwendung, bequem und schont die Umwelt.

Jede Frau sollte diese Kappen zumindest kennen! Schade, daß es sie in Deutschland ‘nur’ als Outdoor-Bedarf gibt

Schade daß die Cups nicht gut bekannt sind. Handelt es sich dabei vielleicht um eine Unterdrückungsmaßnahme durch bekannte zellstoffverarbeitende Betriebe??? Das Ding muss denen ein Dorn im Auge sein. Jedenfalls habe ich den Preis bestimmt schon dreimal raus.

Kommentare via lunapad:

I love that my relationship with my body has changed in such a positive way.

I’ve always considered myself a feminist and pretty comfortable with my body. But using the cup has made me painfully aware of how disconnected I was from the female parts of my body!

Difference to Tampon: Using the cup, you get to see your flow. Amidst our hide it-clean it-bleach it culture of female “hygiene”, this is a radical moment. Not only is it simply cool to see the amount of flow, but there’s also something totally liberating about it being visible. It’s not something to be hidden away like a dirty little secret. Anyone who’s been in psychoanalysis knows that it’s what we keep hidden that is what really traps us, so taken on a cultural level, as long as our periods are something to be hidden and cleaned up, as a culture we’re ashamed about the essence of our womanhood.

Lunapads – Eine Alternative zu herkömmlichen Binden.

Der Divacup – Eine Alternative zum Tampon.

Deine Kommentare

2 Kommentare bisher

  1. Jette sagt:

    Na, ich bin ja nur zu gespannt, was unsere Leserinnen dazu zu sagen haben.
    Ich finde es interessant, dass dieses Konzept der Monatshygiene, besonders was die Mooncups betrifft, mir und anderen total unbekannt ist.

    Allerdings frage ich mich auch warum es keine Binden aus Celluloseblends gibt, die biologisch abbaubar sind. Die Methode Flüssigkeit so abzuleiten, dass man als Frau oder Beiwohnender davon nichts mitbekommt, ist ja nicht schlecht. Ich kann mich als Frau fühlen und die Periode akzeptieren ohne mich dabei unwohl fühlen zu müssen. Das o.g. Müllproblem haben wir auch bei Babywindeln, die ja großen Teils aus Plastik bestehen. Warum man noch keine biologisch abbaubaren Produkte auf den Markt gebracht hat, die so effektiv wie die heutigen Hygieneartikel sind, ist mir ein Rätzel.
    Allerdings muss man bedenken, dass bei Verwendung eines Mooncups auch die Herstellungskosten, nicht nur der Müll durch Binden und Tampons gespart wird….

  2. gabi sagt:

    …nutze ich schon lange und habe nur positive Erfahrungen damit gemacht. Warum die Industrie das nicht stärker vermarktet ist auch klar: damit lässt sich nicht soviel Geld verdienen, weil es seltener nachgekauft werden muss.
    Mondtassen vermitteln ein Gefühl von Freiheit – und es lohnt sich, das einmal auszuprobieren!


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