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Abgefuelltes-Wasser 2

Weg von der Wegwerfflasche – Her mit dem Leitungswasser!

Mit 11,7 Tonnen verbraucht Deutschland so viel Plastik wie kein anderes europäisches Land. Plastik ist überall und Plastikmüll ein zentrales Problem. Jede Minute werden weltweit 1 Millionen Plastikflaschen verbraucht. Nach Mexiko, Thailand und Italien liegt Deutschland mit einem Pro-Kopf-Konsum von 142 Litern unter den Top 4 Ländern weltweit.

Der Verzicht von Wasser aus Plastikflaschen kann den Plastikverbrauch in Deutschland somit wesentlich reduzieren. Warum greifen dennoch so viele Menschen zur Flasche? Sie ist praktisch, weil sie überall hin mitgenommen werden kann, und robust. Außerdem sind viele davon überzeugt, dass abgefülltes Wasser besser schmeckt und gesünder ist. Kritiker bezeichnen Flaschenwasser jedoch als großen Marketingtrick. Leitungswasser ist in Deutschland das am strengsten kontrollierte Lebensmittel und wird auf mehr gesundheitsschädlichen Substanzen getestet als Mineral- und Quellwasser. Qualitativ besser ist das Wasser aus der Flasche somit selten. Was Konsumenten auch oft nicht wissen oder verdrängen, ist die Tatsache, dass Plastikflaschen ein ökologisches Desaster verursachen. Gekühltes Mineralwasser aus der Einwegflasche belastet die Umwelt 3,5-mal mehr als das Wasser aus dem Hahn. Die Produktion von Plastikflaschen basiert auf Erdöl: 100ml werden für eine Plastikflasche benötigt. Außerdem dabei CO2 ausgestoßen: Um die jährlichen Emissionen der Produktion von PET-Flaschen auszugleichen, müssten wir eine Fläche 100-mal so groß wie das Saarland bepflanzen. Hinzu kommt dann noch der Transport der Flaschen hin zum heimischen Supermarkt. Und auch die Entsorgung von Plastikflaschen ist problematisch: Zwar werden in Deutschland bereits 93% der Plastikflaschen recycelt, jedoch werden davon nur ein Viertel zu neuen Flaschen. Der Rest wird zu minderwertigen Produkten verarbeitet, die dann wiederum nicht recycelt werden können.

Und dabei ist die Alternative so einfach: Leitungswasser. Es gibt in Deutschland schon einige Initiativen, die sich für den Konsum von Leitungswasser einsetzten. Unter anderen Refill. In Städten wie Hamburg oder Berlin kann ich teilnehmenden Läden und Restaurants kostenfrei Leitungswasser in die mitgebrachte Wasserflasche gefüllt werden. Und auch in den USA ist das Thema präsent. In San Francisco zum Beispiel wurde das Verkaufen von Wasserflaschen, die 21 Unzen (595 Gramm) oder weniger wiegen, verboten. Außerdem rufen Kampagnen wie „Ban the Bottle“, an der schon 85 Universitäten weltweit teilnehmen, dazu auf, auf abgefülltes Wasser zu verzichten.

Leitungswasser ist quasi überall vorhanden und Initiativen wie Refill erleichtern zudem den Zugang dazu. Dann braucht man nur noch eine wiederverwendbare Flasche und das Leitungswassertrinken kann beginnen. Alles, was wir damit Gutes für die Umwelt tun, und noch mehr Zusammenhänge rund um das Geschäft mit dem Wasser, zeigt diese Infografik.

 

 

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