Design Technik

„mo“ – neues Mobilitätskonzept für Ballungszentren

Unter Leitung des Münchner Designunternehmens LUNAR Europe entstand in einem „human-centered“ Designprozess gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation Green City e.V. und der Universität Wuppertal das innovative Mobilitätssystem „mo”. Die Konzeptstudie verknüpft Fahrradverleih- systeme, öffentlichen Nahverkehr und Carsharing flexibel, bezahlbar und nachhaltig miteinander. Das umweltverträglichere Mobilitätsangebot soll die Stadt spürbar von Autos entlasten, so dass Lärm und Luftverschmutzung eingedämmt, Wege und Straßen als Lebensraum zurückgewonnen werden können.

Die Designer nutzten in den ersten Phasen des Designprozesses verschiedene Methoden wie Online-Umfragen und qualitativen Tiefeninterviews mit potentiellen Nutzern, um die richtigen Ansätze für das Konzept zu wählen und verfeinerten es später über diverse ,Experience Prototyping‘-Methoden, wie ,Personas‘ und ,Scenario- Creation‘. Um sicherzustellen, dass das Konzept im Bereich des Möglichen liegt, wurden zudem Interviews und Workshops mit Mobilitätsexperten und Vertretern der Stadt München geführt, so dass ein tiefes Verständnis für die Rahmenbedingungen bei der Implementierung in München gewonnen werden konnte.

Kern des „mo”-Systems ist der Ansatz, den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in Verbindung mit unterschiedlichen individuellen Leih-Fahrzeugen anzubieten: vom Fahrrad und Lastenrad, hin zu E-Bikes und Autos soll der „mo”-Teilnehmer je nach Situation ein umfangreiches Angebot aus einer Hand so spontan wie möglich nutzen können. Sperrige Güter lassen sich mit dem Lastenrad transportieren, längere Strecken mitunter auch mit einem E-Bike zurücklegen – für alle Nutzungsszenarien stehen Fahrzeuge als umweltfreundlichere Alternative zum Auto bereit.

Andreas Schuster von Green City ergänzt: „Wenn sich die Entscheiderinnen und Entscheider in Politik und Wirtschaft von ihrem Dogma der autogerechten Stadt lösen, ist die Stadt in der Lage ein vernetztes Angebot für Münchnerinnen und Münchner zu schaffen. Es ist eine Frage des Willens und nicht der Möglichkeiten.“

3 Comments

  1. Pingback: reveekly 34: Reisefieber, reich recyclen und wundersame Plastiktüten | reverb magazine

  2. Der Link zur Webseite scheint nicht richtig gesetzt zu sein…

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