- Reiseziele auswählen: zum Fliegen zu Nah
Auch in der Nähe gibt es noch vieles zu entdecken! Verbringen Sie Ihre Kurzurlaube möglichst nah und fragen Sie sich bei weiter entfernten Zielen, ob die Reise ohne Flug möglich ist. Wenn Sie fliegen, nehmen Sie sich möglichst länger Zeit vor Ort, statt mehrere kurze Flugreisen zu unternehmen. Es muss auch nicht jedes Jahr die Fernreise sein.
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- Mit Bahn, Bus und Fahrrad unterwegs
Fahren Sie, wenn möglich, mit Bahn, Bus oder Fahrrad in den Urlaub. Auch Fahrgemeinschaften können eine Möglichkeit sein, ein Auto gemeinsam zu nutzen und Kosten zu teilen. Wenn Sie fliegen, können Sie vor Ort öffentliche Verkehrsmittel wählen, um Ihre Reise fortzusetzen. Informieren Sie sich vorab über Verbindungen und Reisemöglichkeiten, auch für den letzten Weg bis zur Unterkunft.
Für uns gehört zum nachhaltigen Reisen auch: langsamer reisen. Wie wäre es zum Beispiel damit, ein Fahrrad zu leihen statt ein Auto zu mieten? So lässt sich die Umgebung oft noch einmal ganz anders kennenlernen.
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- Fußabdruck und Klima
Auch unsere Reisen verursachen Treibhausgasemissionen. Wie groß der Klima-Fußabdruck eines Urlaubs ausfällt, hängt unter anderem davon ab, wie weit und womit wir reisen, wo wir übernachten und was wir vor Ort unternehmen. Gerade Flugreisen können dabei stark ins Gewicht fallen. Verschiedene CO₂-Rechner im Netz helfen, eine Vorstellung von den Größenordnungen zu bekommen und Reisemöglichkeiten zu vergleichen.
Schon bei der Planung lohnt sich deshalb die Frage: Wo lassen sich Emissionen vermeiden? Muss es ein Flug sein, oder geht es auch mit der Bahn? Gibt es ein näher gelegenes Ziel? Für uns gehört die Klimafrage zum Reisen dazu, auch wenn die Antworten manchmal mit unseren Urlaubswünschen im Widerspruch stehen.
Mehr zum Thema Co2-Kompensation im Artikel: Der Ökologische Fußabdruck im Urlaub – was bringt der CO2 Ausgleich?
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- Übernachten in Hotels & Ressorts - auf die Auswahl kommt es an
Es gibt schöne Unterkünfte für unterschiedliche Geschmäcker und Preisklassen. Wer es schick, luxuriös und rundum versorgt mag, findet auch unter Bio-Hotels, Eco-Resorts und Hotels mit Nachhaltigkeitsanspruch eine große Auswahl. Doch was steckt hinter den Bezeichnungen? Wie ein Haus gebaut wurde, woher seine Energie kommt und was in der Küche verarbeitet wird, lohnt einen genaueren Blick.
Uns interessieren dabei zum Beispiel die Weiternutzung bestehender Gebäude, regionale Handwerksarbeit, die Herkunft der Materialien oder Ideen zur Vermeidung von Müll. Auch regionales Bio-Essen kann ein Grund sein, ein Haus vorzustellen. Solche einzelnen Ansätze möchten wir sichtbar machen und fragen, wie weit sie im Hotelalltag tatsächlich reichen.
- Besondere Unterkünfte in der Natur
Wer etwas ganz Besonderes erleben möchte, sucht sich etwas Individuelleres und wählt aus einem Angebot an Baumhäusern, Schäferhütten, Scheunen, Tiny Houses, Lodges, Wohnschiffen, Brückenhäuschen, Kuppelhäusern und Glamping-Spots. Die Frage bei der Buchung sollte immer sein: Was für einen Ort unterstütze ich hiermit? Uns interessieren lokale Anbieter, inhabergeführte Unterkünfte, schöne Architektur, Häuser in landestypischer Bauweise und besondere Orte.
Eine umgebaute Scheune oder ein durchdachtes kleines Haus können dabei spannende Antworten auf die Frage geben, wie viel Raum und Komfort wir im Urlaub eigentlich brauchen. Auch mitten im Grünen lohnt es sich, nach Flächenverbrauch, Energieversorgung und Anreise zu fragen.
Wer es abenteuerlich und naturnah möchte, findet beim Wandern, auf Outdoor-Touren oder im Fahrradurlaub viele Möglichkeiten. In der Natur gilt es, besonders gut aufzupassen und so wenig Spuren wie möglich zu hinterlassen.
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- Reiseportale und Reisebüros: nachfragen lohnt sich
Eine gute Vorbereitung hilft, um schon vorab passende Entscheidungen zu treffen. Für manche Länder und Reisen empfiehlt sich die Unterstützung von Reiseexperten. Es gibt Reiseportale und Reisebüros, die sich auf Naturreisen, Wanderurlaub oder Reisen mit besonderen ökologischen und sozialen Ansprüchen spezialisiert haben.
Fragen Sie nach, wie diese Ansprüche bei der angebotenen Reise umgesetzt werden. Ist eine Anreise mit der Bahn möglich? Mit welchen Unterkünften und Menschen arbeitet der Anbieter vor Ort zusammen? Was weiß er über die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung seiner Reisepartner? Konkrete Auskünfte helfen bei der Auswahl mehr als ein grünes Versprechen.
- Reisen mit und in der Natur
Viele Menschen möchten gerade im Urlaub in der Natur sein – sie trägt besonders zur Entspannung und Erholung bei. Aber wie geht es der Natur damit? Achten Sie darauf, so wenig Spuren wie möglich zu hinterlassen. Bleiben Sie auf den vorgesehenen Wegen, halten Sie Abstand zu Wildtieren und beachten Sie die Regeln in Schutzgebieten. Nehmen Sie möglichst wenig Einwegverpackungen mit und lassen Sie auf keinen Fall etwas in der Natur liegen. Das gilt auch für Taschentücher und Essensreste.
Finden Sie unterwegs Müll, können Sie diesen mitnehmen und an geeigneter Stelle entsorgen. So helfen Sie ganz konkret, den besuchten Ort sauber zu halten.
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- Vanlife & Camping
Das Unterwegssein mit dem eigenen Camper, Van oder Caddy ermöglicht, viel Zeit draußen zu verbringen und dennoch einiges an Komfort dabeizuhaben. Für manche ist es ein Urlaubstraum, für andere eine Lebensweise. Wie sich eine solche Reise auf die Umwelt auswirkt, hängt unter anderem vom Fahrzeug, den gefahrenen Strecken und der Wahl der Stellplätze ab.
Weniger Kilometer, längere Aufenthalte und der sparsame Umgang mit Wasser und Energie sind dabei ein Anfang. Nutzen Sie erlaubte Stellplätze und die vorgesehenen Möglichkeiten zur Abwasser- und Müllentsorgung. Uns interessieren außerdem Ideen, wie sich auf kleinem Raum gut leben lässt: durchdachte Ausbauten, vielseitig nutzbare Möbel und Ausstattung, die lange mitmacht.
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- Die Packliste - weniger aber mehr Mehrweg
Was soll alles mit in den Urlaub? Die Frage sollte erst mal sein: Was lassen Sie besser zu Hause? Merken Sie sich während der Reise, was Sie wirklich gebraucht haben, und nehmen Sie bei der nächsten Reise nur das mit. Schauen Sie auch, was schon vorhanden ist oder sich ausleihen lässt.
Packen Sie eine haltbare Trinkflasche, einen Mehrwegbecher und eine Lunchbox ein, wenn Sie diese unterwegs nutzen. So können Sie auf viele Einwegbecher, Verpackungen und Alufolie verzichten. Gute Begleiter müssen nicht nur für den Urlaub angeschafft werden, sie können auch im Alltag ihren Platz haben.
- Seife, Waschmittel & Co. auf Reisen
Auch unterwegs lohnt sich ein Blick darauf, was beim Waschen und Duschen ins Abwasser gelangt. Verwenden Sie Seife, Shampoo und Waschmittel sparsam und nutzen Sie die dafür vorgesehenen Wasch- und Sanitäranlagen. Auch biologisch abbaubare Seife gehört nicht direkt in Flüsse oder Seen.
Wenn Sie Kleidung mit synthetischen Fasern waschen, kann ein geeigneter Waschbeutel einen Teil der freigesetzten Mikrofasern zurückhalten. Die aufgefangenen Fasern gehören in den Restmüll. Informieren Sie sich gerade beim Camping darüber, wo Sie waschen und Ihr Abwasser entsorgen können.
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- Faires Reisen
Bei der Nachhaltigkeit geht es nicht nur um Ökologie, sondern auch um soziale Fragen. Tourismus kann Einkommen schaffen und für die Menschen vor Ort eine wichtige Lebensgrundlage sein. Er kann aber auch Wohnraum verteuern und die Versorgung mit Wasser und anderen Ressourcen belasten.
Seien Sie achtsam, wie Sie Ihrem Gegenüber begegnen. Faires Reisen bedeutet für uns vor allem Reisen mit Respekt: Respekt vor den Menschen, mit denen Sie zu tun haben, vor anderen Kulturen und den lokalen Gemeinschaften und Orten. Werden die Mitarbeiter fair bezahlt? Wer verdient an einer gebuchten Reise? Und welche Möglichkeiten gibt es, Geschäfte, Handwerksbetriebe oder Initiativen vor Ort zu unterstützen?
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