Wohnen & Einrichten

Mit Naturstein nachhaltig und chic wohnen

Mit Bedacht leben, konsumieren und einkaufen: Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Nicht nur, was Nahrungsmittel angeht, auch Kleidung und andere Konsumgüter werden immer „grüner“.

Auch die Gestaltung der eigenen vier Wände ist hiervon geprägt. Naturmaterialien wie Leinen, Kork, Bambus, Holz oder Naturstein sind gefragt wie nie und mittlerweile Teil einer umfassenden Lebensgestaltung, die ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit steht und ein deutliches Zeichen gegen die Kurzlebigkeit der heutigen Wegwerfgesellschaft setzt.Grün Leben: Was ist dran, an der Lebensphilosophie „Green Living“
Wer aufmerksam die Geschäfte in den Städten, aber auch neue innovative Onlineshops im Netz betrachtet, der sieht den Trend zur grünen Lebensweise wachsen.

Ein Beispiel ist der Berliner Onlineshop greenliving, der den Nachhaltigkeitsansatz bereits im Namen trägt. Das Unternehmen legt Wert auf nachhaltig produzierte und zugleich langlebige Produkte, die aber auch hochwertiges Design in die eigenen vier Wände bringen sollen. In diesem Sinne stehen auch ganzheitliche Interior-Design-Konzepte, bei denen der Dialog mit den Kunden, von der Planung bis zur Umsetzung, gepflegt wird.

Mit Materialmix zum stimmigen Gesamtkonzept

Material „in the mix“: Gerade Holz, insbesondere naturbelassene Eiche und Nussbaum, sind stark im Kommen. Im Sinne einer ganzheitlichen Planung ist Naturstein sowohl als Bodenbelag interessant, aber auch als einzelner Eye-Catcher, als Wohnakzent. Auf der IMM 2016 waren auch in diesem Jahr wieder Beistelltische aus Marmor in vielfältigen Formen gefragt.

Ganz praktisch: Tipps zu nachhaltigem Bauen und Wohnen Sie wünschen sich selbst ein „grünes Wohnambiente“ zu Hause? Hier ein paar Tipps, damit der nachhaltige Wohnstil gelingt:

1. Qualitativ hochwertig kaufen – Ressourcen schonen!
Bei der Anschaffung von Möbeln, Textilien und Dekoration lohnt es sich langfristig einmalig etwas tiefer in die Tasche zu greifen und etwas mehr zu investieren. Warum? Qualitativ hochwertige Produkte sind meist langlebiger und tragen so dazu bei, die Rohstoffe des Planeten zu schonen. Zusätzlich sinnvoll ist es, bei der Materialwahl auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen.

2. Für Mensch und Umwelt: Nachhaltige Produktion
Natürlich sollten Dekoration und Möbel nicht nur aus nachwachsenden Materialien sein: Auch die Produktion spielt hier eine Rolle: Neben ökologischem Anbau sorgen auch kurze Transportwege und eine angemessene Bezahlung der Arbeitskräfte für einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Deswegen: Rote Karte für Hölzer aus den Tropen und Möbeln aus Ländern des Niedriglohnsektors!

3. Nachhaltigkeit lebt auch von Selbstkritik
Es ist so: Die Veränderung beginnt immer bei einem selbst. Deswegen: Aufmerksam und kritisch sich selbst und die eigenen Gewohnheiten hinterfragen. Schalten Sie das Standby am PC doch einfach mal aus, und tauschen Sie die alten Glühbirnen einfach gegen moderne Energiesparlampen oder LEDs aus. Oder überprüfen Sie die Energieeffizienzklasse der Waschmaschine: Manchmal lohnt es sich, dass alte Gerät gegen ein neues (Klasse A++ aufwärts) zu tauschen. Kleine Schritte bringen schon große Erfolge!

4. Heizen: Ganz bewusst?!
In der kalten Jahreszeit möchte niemand frieren. Aber muss der Heizkörper wirklich immer voll aufgedreht sein? Es macht auf Dauer mehr Sinn, eine stabile Temperatur im Raum anzupeilen und zu halten. Neben isolierten Fenstern können hier auch umweltfreundliche Heizmethoden, wie Wärmepumpen, helfen, den Verbrauch gering zu halten.
Übrigens: Gerade Besitzer schöner Altbauwohnungen wissen, dass es im Winter an den Fenstern manchmal empfindlich ziehen kann. Hier geht nicht selten viel Wärme verloren (durch sog. Wärmebrücken). Eine Dämmung der Außenfassade kann hier sinnvoll sein.

Vorteil Naturstein

Wärmeleitfähigkeit, Raumklima und CO²-Bilanz – Bewusst heizen kann so leicht sein: Natursteinfliesen speichern Wärme lange und geben diese nach und nach an den Raum ab. Eine gute Grundlage also, um einen Natursteinboden mit einer Fußbodenheizung zu kombinieren. Aber auch im Sommer sorgt Naturstein für ein „prima Klima“ im Haus: An warmen Tagen ist der Boden angenehm kühl und sorgt so das ganze Jahr für ein wohltemperiertes Klima in den eigenen vier Wänden. Kurze Transporte z.B. bei aus Italien oder der Türkei bezogenen Steinen, gewährleisten einen verhältnismäßig geringen CO²-Ausstoß und zeichnen sich insgesamt durch eine gute Ökobilanz aus.

Travertin-Light-Shooting, Frau auf Liegesessel streichelt Boden

Natur: Liegt auf dem Boden… und in der Luft!
Bei der Gewinnung von Naturstein kommen, anders als bei PVC, Laminat oder einem Teppichboden, keine chemischen Substanzen zum Einsatz. Die Erklärung hierfür ist ganz einfach: Die im Steinbruch gewonnenen Rohblöcke werden mit Sägen in Form gebracht und in folgenden Arbeitsschritten weiter zu Platten und Fliesen zugeschnitten. Und ist der Boden erstmal bei Ihnen verlegt, riechen Sie: Nichts. Dünsten viele Bodenbeläge, wie z.B. Teppich, noch Tage nach der Verlegung unangenehme Gerüche aus, ist Naturstein geruchsneutral.

Travertin Rustic-Fliesen im Badezimmer mit Dusche

Übrigens: Auch wenn Kolosseum und Akropolis die Langlebigkeit von Naturstein eindrucksvoll beweisen: Im Alltag kann auch mal die ein oder andere Fliese oder Platte brechen. Bruchstücke und Co. haben den Vorteil, dass sie nicht entsorgt werden müssen, sondern an anderer Stelle, ganz umweltschonend, wiederverwertet werden können. Als Schotter oder Kies können sie dekorativ und praktisch in Haus und Garten eingesetzt werden.

Nachhaltiges Wohnen: Alles andere als „öko-look“!

Leider ein gängiges Vorurteil: Häufig wird dem nachhaltigen Lebensstil gerne ein alternatives Öko-Image aufgedrückt. Zu Unrecht! Dank der Nachfrage nach einem gesunden Lebens-und Wohnstil der letzten Jahre in Verbindung mit einem gewissen Designanspruch, sind auch organische Materialien wie Leinen oder Stoffe, gesund und stylish zugleich.

Innenraumgestaltung mit Naturstein schafft eine vielseitige Grundlage für nachhaltiges Wohnen. Ein spa-artiges Bad mit Holz und dunklem, großzügigen Schiefer ist nicht nur Wellness für die Sinne, sondern setzt auch die Wohnphilosophie des „green livings“ passend im eigenen Heim um.

Wir haben diese Welt, mit all ihren Ressourcen, von unseren Kindern und Enkeln nur geliehen. Bewusst und nachhaltig zu leben, zu bauen und zu wohnen, hilft ein gutes Stück weit mit, unsere Umwelt auch für zukünftige Generationen zu bewahren und lebenswert zu erhalten.

Redaktion: Myriam Schmöe, jonastone.

2 Comments

  1. Toller Beitrag, vielen Dank! Ich bin ja schon länger ein Fan von Natursteinen, einfach, weil es schick aussieht und Räumlichkeiten meiner Meinung nach auch eine wärmere Atmosphäre gibt. Aber dass Fliesen aus Naturstein auch nachhaltiger sind, war mir bisher nicht bekannt. Noch ein Grund mehr, öfter mal auf einen Naturstein Boden anstatt eines Teppichs oder PVC-Bodens zurück zu greifen. Im Artikel wurden ja genug gute Gründe dafür genannt: So ein Boden aus Naturstein ist sehr langlebig und selbst wenn doch mal eine Fliese kaputt gehen, kann man sie noch dekorativ im Garten einsetzen. Und die Chemie-Keule, die dann so unangenehm müffelt, kann man sich dann auch sparen. Und dann hat man auch noch eine tolle Öko-Bilanz und ein angenehmes Raumklima. Besser geht’s eigentlich nicht.

  2. Manuela L

    Sehr gelungener Artikel. Konnte mir hier sehr relevante Tipps für unseren Umbau holen. In unserem Haus möchten wir zukünftig auch Maßnahmen ergreifen, die zum nachhaltigen Wohnen beitragen. Anstatt der Ölheizung haben wir auf Holz umgestellt und den Strom beziehen wir nun auch von ein 100%iger Ökostrom. Da wir auch die Böden austauschen, möchten wir hier auch in Natursteinfliesen investieren. Kennen Sie vielleicht gute Anbieter, die Sie empfehlen können?

    Mfg, Manuela

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