Design

KeepCup: Nachhaltiger Kaffeegenuss mit Mehrwegbechern aus Glas

Der Weg in eine nachhaltige Zukunft muss bei kleinen Dingen des täglichen Gebrauchs beginnen, dachten sich die beiden Australier Jamie und Abigail Forsyth und entwickelten KeepCups, Mehrwegbecher aus Glas. Denn viel zu oft wird sich morgens auf dem Weg zur Arbeit ein Coffee-to-go im Einwegbecher gekauft – eine äußerst lukrative Reaktion der Lebensmittelindustrie auf die zunehmende Schnelllebigkeit der Welt. Entsprechend lautete der Anspruch: schnell serviert, schnell getrunken und schnell wieder entsorgt. Und schnell mal eben der Umwelt ein klein wenig mehr Schaden zufügen. Eine Lösung musste also her – und KeepCups hat(te) sie parat!

Am Anfang stand das Suchen und Finden eines nachhaltigen Mehrwegbechers

Als die Geschwister Jamie und Abigail im Jahr 1998 in Melbourne ihr erstes Café eröffneten, liefen parallel gerade auch Papp- und Plastikbecher auf. Denn die Kaffee- und Baristaszene betrat die öffentliche Bühne und mit ihr die Wegwerfbecher-Kultur. Mit wachsendem Geschäft wurde Abigail und Jamie schnell klar, dass mit feinstem Kaffee-Genuss auch ein großer Verpackungs- und Müllwahnsinn einhergeht. Einwegbecher sind meist in der Innenseite mit Kunststoff, genauer Polyethylen beschichtet, und werden dann zusätzlich noch mit einem Plastikdeckel versehen. An Recycling ist am Ende dieser Kette also eher nicht mehr zu denken. Der Umwelt weiter schaden, wollten die Geschwister keinesfalls, ihre Leidenschaft für Kaffee aufgeben, aber auch nicht. Also probierten sie für ihr Geschäft zunächst vorhandene Mehrwegbecher aus, die aber allesamt nicht ganz ihren Vorstellungen entsprachen.

KeepCup mit Kaffeemaschine

Im Jahr 2007 beschlossen sie dann ihren eigenen Mehrwegbecher zu entwerfen. Benutzerfreundlich und nachhaltig sollte er sein, dabei aber auch einer gewissen Designästhetik entsprechen. Und er musste unbedingt die Größe eines gängigen Einwegbechers haben, damit er stets mit jeder handelsüblichen Kaffeemaschine befüllt werden kann. Zwei Jahre später verkauften die beiden ihre erste KeepCup Brew Cork Edition auf kleineren Designmärkten – mit Erfolg! Denn es zeigte sich schnell, dass die gläsernen Mehrwegbecher – im Vergleich zu Produkten aus Pappe und Plastik – auch noch das wesentlich genussvollere Geschmackserlebnis boten.

KeepCup: Alle Bestandteile genau durchdacht

Doch woraus besteht also nun ein KeepCup? Der Hauptbestandteil des Mehrwegbechers ist Glas, genauer noch Kalknatronglas. Dieses ist besonders langlebig, stoß- und spülmaschinenfest und hält hohen Temperaturen stand. Aber auch wenn das Glas gehärtet ist, ist es dennoch nicht „unverwundbar“ und kann auch mal zu Bruch gehen. Es ist außerdem recycelbar, muss dabei allerdings auf höhere Temperaturen erhitzt werden als vergleichsweise normale Gläser und Flaschen. Die Becher werden umlaufen von Bändern aus Kork, welche aus den Abfällen portugiesischer Weinkorkenproduktion stammen und entsprechend upgecycelt wurden. Verbunden mit einem veganen Polyurethan in Lebensmittelqualität ist der Kork weitestgehend naturbelassen. Die Bänder sind wasser- und hitzebeständig, sowie antibakteriell.

KeepCup Brew Cork Edition Almond - Mehrwegbecher aus Glas und Kork

Bei seinen Deckeln und alternativen Bändern greift KeepCups hingegen zu Kunststoff, allerdings zu einkomponentigen, recyclebaren Plastikstoffen. Diese können am Ende ihrer Nutzung wieder einfach zerlegt und getrennt werden, wodurch sich ein KeepCup-Becher problemlos recyceln lässt. Zudem enthalten alle verwendeten Kunststoffe kein BPA und sind lebensmittelunbedenklich. Dem australischen Unternehmen war es vor allem wichtig, dass alle Komponenten ihres Trinkbechers abnehmbar sowie auch austauschbar sind. So ist die Beschaffung eines „Ersatzteils“ wesentlich energieeffizienter und weniger verschwenderisch als der Neukauf eines KeepCups.

Was am Ende wirklich zählt

Die Erfinder von KeepCups wollten von Anfang an mit ihren gläsernen Mehrwegbechern zu einer Verhaltensänderung in der Welt beitragen, genauer noch, die Verwendung von wiederverwendbaren Trinkbechern fördern. Heute werden sie in mehr als 65 Länder verkauft und es können so täglich Millionen von Einwegbechern rund um den Globus eingespart werden.

Die KeepCups der KeepCup Brew Cork Edition sind im Lilli Green Shop erhältlich.

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