Design Kunst

Puma – Clever little shopper

Bereits im vergangenen Jahr hat Puma durch seine clever little bag für Aufsehen gesorgt. Die innovative Schuhverpackung hat den klassischen Karton abgelöst und laut Puma jede Menge Holz, Wasser, CO2 und Transportkosten eingespart. Nun geht es in Runde zwei. Puma hat den clever little shopper eingeführt, eine Bio-Plastik-Tüte, die alle konventionellen Plastik und Papier-Tüten ersetzen soll. Wie im Video zu sehen, löst sich die Tüte innerhalb weniger Minuten in heißem Wasser. Die Tüte besteht zu 100% aus Maisstärke und ist entsprechend vollständig biologisch abbaubar. Das selbe Material soll auch für Textil-Verpackungen zum Einsatz kommen. Entstanden sind beide Produkte mit dem Design-Studio fuseproject.

clever little bag: Lediglich die Struktur der Schuhverpackung besteht aus einem unbedruckten Papp-Rahmen. Auf Polster-Papier wird komplett verzichtet. 65% Papier im vergleich zu Standart-Schuhkartons können so eingespart werden. Ebenso kann eine Einkaufstasche wegrationalisiert werden, denn der Schuh-Beutel dient gleichzeitig als Tragetasche.

5 Comments

  1. Pingback: Love Green: Lifestyle mal grün « spikeside

  2. „Dennoch sind es Aktivitäten, die nicht bei jedem Unternehmen vorzufinden sind. Die Optimierungen gehen in die richtige Richtung und schaffen Bewusstsein bei Konsumenten und anderen Herstellern.“

    Da erlaube ich mir mal wiedersprechen und freue mich auf weitere Diskussion :)

    Ich glaube nicht, dass hier überhaupt ein positiver Nachhaltikeitsbeitrag bilanziert werden kann. Ich vermute wirklich, dass der Öko-Bilanz-Vergleich zu einem normalen Karton aus Recyclingpapier deutlich zulasten des Puma-Konzepts ausfallen würde. Trotz der Transportvolumenersparnis.

    Nur lässt sich das halt nicht als öko-innovativ vermarkten.

    Hier geht es wohl wirklich nur um eine Marketingpositionierung Richtung Nachhaltigkeit, was ja auch in der Sportbranche kein Novum ist. adidas grün und Nike Considered haben ja auch ein paar grün angehauchte Alibiprodukte zustande gebracht. Die empfinde ich da sogar als weitergehender im Vergleich zu Puma, da diese Produkte wohl eine ernsthafte Ökobilanzverbesserung darstellen.

    Zudem ist die „derzeitige“ Auseinandersetzung mit Bio-Kunststoffen und die postive Besetzung des Konzepts sicherlich auch eine Strategie der Wirtschaft uns auf die Post-Öl-Zeit vorzubereiten und die Akzeptanz von Hochkonsum für wenige zu Lasten von nachhaltiger Nahrungsmittelversorgung für alle zu schulen.

    Natürlich werden heute viele Lebensmittel weggeschmissen. Aber ohne Überdüngung Und Unmengen von Pestiziden und schweren Maschinen, die die Böden weltweit degradieren und teilweise für Jahre oder gar Jahrzehnte unnutzbar machen, wäre der Weltertrag erheblich geringer, als er es heute ist. Und wir dürfen nicht vergessen, dass die heute Unterversorgten zu recht nicht nur Nahrungsmittelsicherheit, sondern auch eine gleichberechtigte Teilhabe an einer erweiterten Gütergrundversorgung von Unterkunft und Medizin bis Energie und Kommunikation haben.

    Zu guter letzt liegt die ökologisch sinnvollste Lösung für Pumas Verpackungskonzept nach meiner Einschätzung einfach total Nahe: die selben Beutel ließen sich sicherlich auch aus recyceltem Kunststoff herstellen. Und Kunststoffmüll haben wir bis auf weiteres ja wahrlich genug. Innovativ wäre es dann, nicht auf höherwertiges sortenreines PET/Polyester zurückzugreifen, sondern ein Verpackungsprodukt aus einem sonst schwer wiederverwendbaren Kunstoff herzustellen. z.b. bei Nylon ist das Recycling ja noch recht begrenzt. Und dann bitte auch noch C2C, also kreislauffähig :)

  3. Hi Lars,

    was Konkurrenz zum Lebensmittel angeht, hast natürlich recht und besonders der Einwand bzgl der Pestizide. Allerdings landen in Europa 20 Prozent der gekauften Lebensmittel im Müll. Das Problem liegt zum Teil also eher woanders.

    Natürlich ist Puma ein Großkonzern bei dem Gewinnmaximierung an erster Stelle steht. Dennoch sind es Aktivitäten, die nicht bei jedem Unternehmen vorzufinden sind. Die Optimierungen gehen in die richtige Richtung und schaffen Bewusstsein bei Konsumenten und anderen Herstellern.

    Das Thema Bio-Plastik ist ein sehr schwieriges Thema zu dem es in naher Zukunft ein Spezial geben wird, das hoffentlich etwas Licht ins dunkel bringen kann.

  4. Ich halte ja nix von Bio-Kunststoffen aus Nutzpflanzen oder gar Anbaufrüchten. Das verschärft doch nur die Flächennutzungskonkurrenz zu Lebensmitteln. Da es sich zudem in der Regel nicht um Bio-Anbau handelt landet das Erdöl dann eben als Pestizide auf dem Feld statt als Tüte im Abfall.

    Es gibt ja bereits Bio-Kunststoffe aus Pflanzenresten. Ansätze gibt es da sogar für eine Verwertung in Kombination mit einer Bio-Gas-Nutzung. Da sollte die Reise hingehen.

    Aber bei Puma hätte ich mich leider auch über einen wirklich stimmingen Nachhaltigkeitsbeitrag sehr gewundert. Da zählt eben doch nur die marketingmäßige Verwertbarkeit.

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