Über Lilli Green

Trinkbecher aus menschlichem Haar

Für die Abschlussarbeit an der design academy eindhoven hat sich thomas vailly neue Anwendungsfeldern des menschlichen Haars gewidmet. Das Ergebnis trägt den Titel „the metabolic factory“ und erforscht neue Ideen von Schönheit, Eitelkeit und das ewige Leben sowie die unrealistischen Denkweisen unserer Kultur in Bezug auf diese Themen. Als Antwort auf diese Fragen entstand ein neues Material. Durch die Kombination von menschlichen Haaren mit Glycerin und Natriumsulfit schmilzt das Haar und es entsteht ein Leder ähnlicher Biokunststoff. Die neue Substanz ist biologisch abbaubar und flexibel und für zahlreiche Formen anwendbar.Obwohl es sich um einen besonders nachhaltigen und auch ökonomisch realistischen Entwurf handelt, ziel er doch primär auf die Provokation und daraus resultierende Reaktion ab.

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4 Kommentare zu Trinkbecher aus menschlichem Haar

  1. BoLam 16/04/2012 at #

    Als im Aritkel von Provokation gesprochen wurde, hatten die bestimmt was anderes im Sinn als Buchenwald. Aber ich weiß, was du meinst. Ich musste auch gleich an die „Verwertbarkeit“ des Menschen denken (Lampenschirme etc.).

  2. Michael 13/04/2012 at #

    Diese Haartrinkbecher hab ich mal in Weimar Buchenwald anschauen müssen, das ließen die perversen Typen aus den Haaren ihrer „entseuchten“ Häftlinge herstellen… ist schon spannend, welche wahnsinnigen Assoziationen diese illusionäre Welt im privaten Denken produziert…

  3. Claudia 13/04/2012 at #

    Gibt es auch Suppenteller?

Trackbacks/Pingbacks

  1. Etwas schräg, aber genial: Trinkbecher aus Haaren | Vireo - Mehr als grüne Elektronik - 20/07/2012

    […] lilligreen. – Der Designer Thomas Vailly hat sich etwas Besonderes ausgedacht: Man mische menschliches Haar mit Glycerin und Natriumsulfit. Das Haar schmilzt und es entsteht ein Biokunststoff, ähnlich Leder. Das ist ein Haar in meinem Becher! […]

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