Reise-Special Reisen

Bewusst reisen als Familie: naturnahes & umweltfreundliches Campen mit Kindern

Während der Winter noch wütet, wächst in uns die Sehnsucht nach Zeiten, in denen wir wieder draußen in der Natur verweilen können. Wenn morgens das Licht durch das Zelt fällt, Nebel über die Felder zieht und Kinder barfuß über feuchten Waldboden laufen, wird spürbar, was naturnahes Reisen wirklich bedeuten kann. Umweltfreundliches Campen mit Kindern ist mehr als eine Urlaubsform. Es ist eine Einladung, Naturerlebnisse mit Verantwortung zu verbinden und Zeit gemeinsam langsamer, aufmerksamer und nachhaltiger zu gestalten. Der Fokus liegt dabei auf zertifizierten Öko-Campingplätzen, bewusstem Konsum und einer konsequenten Reduktion von Müll. Viele familienfreundliche Campingplätze bieten naturnahe Unterkünfte und kindgerechte Angebote.

Banner – Nachhaltiges Reisen

Umweltfreundliche Unterkünfte: Zelt, Dachzelt oder Camper?

Die Wahl der Unterkunft hat großen Einfluss auf die Umweltbilanz beim Campen mit Kindern. Als besonders umweltfreundlich gilt das klassische Zelt, da es vergleichsweise wenig Material benötigt, keinen zusätzlichen Kraftstoffverbrauch verursacht und flexibel einsetzbar ist. Hochwertige, langlebige Zelte aus reparierbaren Materialien haben eine lange Nutzungsdauer und hinterlassen den geringsten ökologischen Fußabdruck.

Aufwachen mitten in der Natur – was braucht man mehr?

Hochwertige Dachzelte bieten Komfort und einen schnellen Aufbau, sind jedoch schwerer. Sie erhöhen durch ihr Gewicht und den Luftwiderstand den Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs. Sinnvoll sind sie vor allem bei regelmäßiger Nutzung und wenn das Auto ohnehin für die Anreise eingeplant ist. Ihre lange Lebensdauer, robuste Verarbeitung und der Verzicht auf zusätzliche Fahrten machen sie dennoch zu einer vergleichsweise nachhaltigen Unterkunft. Weiterer Pluspunkt: Für Kinder ist das Baumhaus-Gefühl im Dachzelt einfach das Beste!

Dachzelt aufs Auto - praktisch und einfach

Dachzelt aufs Auto: praktisch und einfach – Copyright © qeedo

Campervans bieten zwar viel Platz, sind für kurze Wochenendtrips aus nachhaltiger Sicht jedoch nur bedingt sinnvoll. Hoher Treibstoffverbrauch und zusätzlicher Energiebedarf wirken sich negativ auf die Umwelt aus. Die Umweltbilanz hängt dabei stark vom jeweiligen Fahrzeug ab. Durch längere Aufenthalte, kürzere Fahrwege, einen sparsamen Energieeinsatz und die Nutzung von Eco-Campingplätzen lässt sich die Umweltbelastung teilweise reduzieren.

Nachhaltige Packliste für die ganze Familie

Eine nachhaltige Packliste für das Camping mit Kindern hilft, unnötigen Konsum zu reduzieren. Empfehlenswert ist es, sich auf das Wesentliche zu beschränken und langlebige, multifunktionale Produkte zu wählen. Dazu zählen wiederbefüllbare Kindertrinkflaschen, robuste Kleidung, biologisch abbaubare Hygieneartikel sowie ein kleines Reparaturset.

Für Kinder sind zeitlose und widerstandsfähige Produkte sinnvoll, die mehrfach genutzt oder weitergegeben werden können. Secondhand-Kleidung ist angesichts des schnellen Wachstums eine praktikable und nachhaltige Lösung. Eine Checkliste für die Reisevorbereitung senkt nicht nur das Gepäckvolumen, sondern auch den ökologischen Fußabdruck.

Oekologische Kindertrinkflasche aus Edelstahl von Klean Kanteen

Immer wichtig unterwegs: Trinkflaschen dabei haben! Bild: Klean Kanteen

Ausrüstung & Verpflegung

Umweltfreundliches Campen mit Kindern beginnt bei der richtigen Ausrüstung. Für Familien lohnt es sich, auf langlebige und reparierbare Produkte zu setzen, besonders, wenn die Ausrüstung mehrere Jahre genutzt werden soll. Eine Investition in qualitative Zelte, Mehrweg-Kindergeschirr und Trinkflaschen aus Edelstahl lohnt sich in jedem Fall.

Bei der Verpflegung empfiehlt es sich, möglichst unverpackte, regionale und saisonale Lebensmittel mitzunehmen. Wiederverwendbare Brotdosen, Kinderbrotdosen, Stoffbeutel und Bienenwachstücher ersetzen Einwegverpackungen. Selbstgekochte Mahlzeiten auf einem sparsamen Campingkocher helfen, Müll zu vermeiden und den Energieverbrauch gering zu halten.

In Kombination mit energieeffizienten Geräten und sparsamer Nutzung stellen eine praktikable Ergänzung der Campingausrüstung dar. Insbesondere für Familien, die Wert auf Unabhängigkeit und einen reduzierten Ressourcenverbrauch legen.

Zero Waste geht auch in der Campingküche

Leave no Trace

Das Prinzip „Leave no Trace“ beschreibt einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Ziel ist es, Campingplätze und ihre Umgebung ohne Abfälle, Schäden oder sichtbare Spuren zu hinterlassen. Müll wird vollständig mitgenommen und richtig entsorgt, auch Bioabfälle und Zigarettenreste.

Gerade mit Kindern bietet sich die Möglichkeit, Umweltbewusstsein spielerisch zu vermitteln. Eltern können erklären, warum Pflanzen, Tiere und Böden geschützt werden müssen und weshalb Abkürzungen, offenes Feuer oder lautes Verhalten negative Folgen haben können. So wird Naturschutz zu einem selbstverständlichen Teil des Campingerlebnisses.

Umweltbewusstsein beim Campen in der Natur vermitteln: keine Spuren hinterlassen.

Bewusstes Reisen

Nachhaltiges Campen beginnt bereits bei der Anreise. Das bedeutet kurze Wege, öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrgemeinschaften, um den CO₂-Ausstoß zu reduzieren. Auch eine längere Aufenthaltsdauer an einem Ort ist umweltfreundlicher als häufige Ortswechsel.

Familien, die mit einem Campervan anreisen, können Fahrräder als umweltfreundliche Möglichkeit nutzen, um Strecken vor Ort zurückzulegen. Auch für Reisende mit Dachzelt stellen Fahrräder eine nachhaltige Alternative dar, um mobil zu bleiben, ohne zusätzlich das Fahrzeug zu bewegen.

Vor Ort bedeutet bewusstes Reisen, Ressourcen sparsam zu nutzen. Wasser und Strom werden nur bei Bedarf verbraucht, sanitäre Anlagen rücksichtsvoll genutzt und lokale Anbieter unterstützt. So trägt man dazu bei, die Region zu stärken und die Umweltbelastung gering zu halten.

Mit dem Fahrrad unterwegs: mehr Spaß, mehr Umweltschutz.

Eco-Campingplätze

Eco-Campingplätze zeichnen sich durch umweltfreundliche Konzepte und transparente Nachhaltigkeitsstandards aus. Erkennbar sind diese häufig an Zertifizierungen wie Ecocamping oder dem EU Ecolabel. Diese Plätze setzen auf erneuerbare Energien, Abfalltrennung, wassersparende Systeme und naturnahe Gestaltung.

Für Familien bieten Eco-Campingplätze oft zusätzliche Vorteile: verkehrsarme Areale, Umweltbildungsangebote für Kinder und naturpädagogische Programme. So verbindet man Erholung, Lernen und Nachhaltigkeit auf sinnvolle Weise.

Naturnahe, kleinere Campingplätze bieten oft die besten Naturerlebnisse.

Erlebnisse in der Natur

Naturerlebnisse stehen beim umweltfreundlichen Campen im Mittelpunkt. Familien können Wälder, Seen oder Wiesen zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken. Wandern, Tiere beobachten oder Pflanzen bestimmen, fördert die Naturverbundenheit von Kindern.

Dabei ist es wichtig, bestehende Wege zu nutzen und Schutzgebiete zu respektieren. Geführte Naturprogramme vermitteln Wissen über ökologische Zusammenhänge und zeigen, wie wertvoll und schützenswert natürliche Lebensräume sind.

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