Design Upcycling

Vom Möbel bis zum Schuh: Wie Upcycling mit KEEN die Welt verbessert

Neulich flatterte eine Einladung in die Lilli Green-Redaktion, die uns neugierig werden ließ. Stattfinden sollte ein Workshop zum Upcycling alter Möbel und zwar gemeinsam mit der global bekannten Schuhmarke KEEN. Wo war die Verbindung? Was haben Vintage-Gegenstände mit Outdoor-Schuhen zu tun? Die Auflösung folgte schon bald und sollte mehr als überzeugend sein. Werbung

Bekanntermaßen hat man die Qual sobald man die Wahl hat. Nicht so in diesem Fall: Gleich zum Auftakt des eintägigen Upcycling-Workshops von KEEN durfte zwischen verschiedenen Vintage- Möbelstücken, von denen die allermeisten aus den 60er Jahren stammten, gewählt werden. Aus einem Sammelsurium an Blumenbänken, Tabletts oder auch einzelnen Schubladen eines alten Aktenschanks, entschied sich Redakteurin Odett für einen kleinen Fliesentisch, der entgegen des konventionellen rechteckigen Formats, quadratisch im Maß war. Mit einer bunten Palette an Kreidefarben wurde unter Regie des Berliner Upcycling-Künstlers Thomas Klotz kräftig gestrichen, sich in originellen Designs probiert und zum Schutz des Möbelstücks fleißig gewachst. Am Ende des Workshops haben alle Möbel ein neues, besonderes Finish und damit ein zweites Leben erhalten.

(c) KEEN – Fotografie: Kathleen Springer

KEEN: eine Marke, die ambitioniert und aktiv(istisch) ihren Weg geht

Sollte Upcycling im Grunde nicht immer so einfach funktionieren? Eine Frage, die man sich bei KEEN eigentlich kaum mehr stellt, wie der kleine Workshop gelungen unter Beweis stellte. Denn symbolisch stand das Event gewissermaßen für alle Ambitionen und Aktionen, die die amerikanische Schuhmarke bereits umgesetzt hat und mittels derer sie künftig den eigenen Markt, am liebsten jedoch die ganze Welt, weiter revolutionieren möchte. Das mag groß gedacht sein, ist aber weit weniger unrealistisch als es klingt. Seit seiner Gründung im Jahr 2003 engagiert sich das familiengeführte Unternehmen für aktivistische Themen wie beispielsweise die Rettung der Umwelt. Aber auch humanitäre Hilfe ist KEEN ein wichtiges Anliegen, weshalb es schon mehrfach in Reaktion auf verheerende Klimakatastrophen wertvolle Spenden mit mittlerweile mehr als 2203 Paar Schuhen und über 1,1 Millionen US-Dollar geleistet hat. Allein im Jahr 2021 unterstützte KEEN gleich fünf verschiedene Regionen, die durch die zerstörerischen Auswirkungen von Tornados, Überschwemmungen und Waldbränden stark betroffen waren.

Vorrangig lautet die Mission von KEEN jedoch möglichst vielen Menschen die malerischen Facetten der Natur näherzubringen. Weil es draußen schöner als drinnen ist, sollen Wälder und Wiesen als Inspiration für mehr Erkundungs- und Erlebnistouren im Leben dienen. Daher versteht sich das Unternehmen auch nicht als klassische Outdoor-, sondern vielmehr als Outside-Marke. Schuhe von KEEN sollen nicht nur eine Einladung sein durch die Natur zu streifen, sondern gleichzeitig auch den nötigen Schutz bieten, wenn die Gefilde, in denen man unterwegs ist, mal etwas rauer und wilder werden. Warme, trockene Füße und ein sicherer Tritt ohne Wegzurutschen, lautet das große Versprechen.

KEEN Schuhmodell MOSEY

Auch in Schuh MOSEY steckt ein Upcycling-Künstler

Noch ganz neu im Sortiment ist Modell MOSEY, ein Schuh, der gleich zwei wichtige Bestreben von KEEN miteinander kombiniert. Frei von giftigen Chemikalien wie PFC (kurz für: per- und polyfluorierte Chemikalien) und nur aus nachhaltigen Materialien gefertigt, soll so die Natur Schritt für Schritt (zurück)erobert werden. Als Obermaterial steht zertifiziertes weiches Leder, das aus umweltfreundlichen Gerbereien stammt, oder ReWooly, eine zu 50 % recycelte Bio-Wollmischung aus Italien, zur Wahl. Für bequemen, rutschfesten Komfort sorgt eine leichte Gummisohle mit Korkanteilen. Und selbst die kleinsten Bestandteile dieses Schuhmodells werden sämtlichen Ansprüchen an Nachhaltigkeit gerecht, denn die Schnürsenkel von MOSEY sind aus Hanf gemacht.

Ob nun beim Schuh oder Möbelstück, beide Male zeigt sich eindrucksvoll, dass es sich lohnt vermeintlich ausgedienten Dingen oder auch Materialien ein zweites Leben zu schenken und ihnen so wieder zu mehr Attraktivität zu verhelfen. Redakteurin Odett hat dem alten Fliesentisch im neuen Gewand nur zu gern einen Platz in ihrem Zuhause frei gemacht. Mission Upcycling geglückt!

Text: Odett Schumann

Upcycling Workshop in Berlin

(c) KEEN – Fotografie: Kathleen Springer

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