Architektur Bauen

Zero Waste Pop-up Restaurant als „Scheune der Zukunft“

Besucher des niederländischen Musikfestivals Lowlands konnten dieses Jahr in einem besonderen Pop-up-Restaurant speisen. In der „Brasserie 2050“ traf nachhaltiges Design auf Zero Waste. In einer großen Scheune aus gemieteten Materialien wurden nachhaltige Gerichte serviert. Die Frage dahinter war: Wie essen wir im Jahr 2050, wenn voraussichtlich zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben?

Zero Waste auch auf dem Teller

Das niederländische Designstudio Overtreders W errichtete einen offenen Pavillon in Form einer Scheune für das Festival. Dabei arbeiteten die Architekten mit gemieteten Materialien. Ein Großteil der Struktur bestand aus Palettenregalen, das Giebeldach aus Wellkunststoff, Tische und Stühle aus recyceltem Plastik. Für Ballast sorgten Kornsäcke in Gitterboxen am Rand. Passend zur Zero Waste Idee hatte die Cateringfirma The Food Line Up auch die Speisekarte nachhaltig gestaltet. So gab es zum Beispiel Brot aus Kartoffelschalen oder Pesto aus übriggebliebenen Lebensmitteln. Pflanzkästen mit Kräutern säumten die offenen Seiten der Scheune, und von der Decke hing gebündeltes Getreide, Zwiebeln und Knoblauch – Deko und Lagerung in einem.

Ein Restaurant ohne ökologischen Fußabdruck

Auch die Struktur einer Scheune war nicht zufällig gewählt. Sie ist ein zeitloses Symbol für landwirtschaftliche Aktivitäten. „Wenn man eine Scheune sieht, weiß man, dass man in einer bäuerlichen Gegend ist“, erklärten die Architekten. „In Zukunft wird sich die Scheune immer weiter an neue Formen von Züchtung und Ernte anpassen.“ Für das Festival gestalteten die Architekten ihre „Scheune der Zukunft“ so, dass sie keinen ökologischen Fußabdruck hinterlässt. Die Materialien können nach dem Abbau des Pavillons wiederverwendet werden.

Damit ist die Brasserie 2050 ein Modell für eine nachhaltige Zukunft trotz explodierender Weltbevölkerung und zeigt, wie Circular Design in der Architektur aussehen kann. Beim Circular Design denkt man schon beim Entwurf an die Wiederverwertung: Das Ziel ist, dass Abfall gar nicht erst entsteht.

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