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CBD-Öl im Trend – nachhaltiges Wundermittel mit Wirkung?

Das aus der Cannabispflanze gewonnene CBD-Öl ist auf dem Vormarsch. In den USA ist der CBD-Trend nicht mehr zu stoppen, auch Stars und Sternköche schwören mittlerweile auf das angesagte „Wundermittel“. Einige potentielle, gesundheitliche Wirkungen des Öls werden sogar von der WHO angepriesen. Allerdings hat das Cannabidiol-Öl noch mit vielen Vorurteilen zu kämpfen und manche Wirkungen sind noch nicht ganz eindeutig geklärt. Was ist das CBD-Öl eigentlich, welche Wirkungen werden dem Öl zugeschrieben, und ist das CBD-Öl auch ökologisch nachhaltig?

Woher stammt das CBD-Öl?

Cannabidiol (CBD) kommt in mehreren Cannabis-Gattungen vor und wird in der Regel aus Teilen der Nutzhanfpflanze Cannabis Sativa L. gewonnen.

CBD ist eine organische Verbindung, die wie andere Cannabinoide der Hanfpflanze dabei hilft, wichtige Enzyme zu produzieren und Schädlinge abzuhalten. Auch THC ist ein Cannabinoid, aber anders als das THC hat das CBD keine berauschende Wirkung. Übrigens sollte man CBD-Öl auch nicht mit Hanföl verwechseln, dies wird aus Hanfsamen hergestellt und findet als herkömmliches Lebensmittelöl Verwendung.

Wie wird Cannabidiol-Öl hergestellt?

Das CBD-Öl wird aus den Blättern und Blüten reifer Hanfpflanzen unter Verwendung ausgefeilter Extraktionsmethoden und mit Hilfe von Reinigung und Destillation gewonnen. Einer der wichtigsten Schritte bei der Herstellung von CBD ist die Isolierung der relevanten Cannabinoide und Terpene durch CO₂-Extraktion. Durch die CO₂-Extraktion wird der Inhalt des Endprodukts vollständig kontrolliert: Nach der Verarbeitung des Pflanzenmaterials sind keine Toxine und schädlichen Chemikalien mehr vorhanden – übrig bleibt ein reines CBD-Extrakt.

Ist CBD-Öl ökologisch nachhaltig?

Die Hanfpflanze steht den Menschen schon seit Jahrtausenden nicht nur als Heilpflanze oder Droge, sondern auch als Nutzpflanze unter anderem für Seile und Textilien zur Verfügung. Hanf ist, wenn ökologisch angebaut, einer der nachhaltigsten natürlichen Rohstoffe, die es auf der Erde gibt. Durch den Wirkstoff THC hat Hanf allerdings einen schlechten Ruf. Dadurch gibt es leider auch viele Probleme damit, die nachhaltigen Produkte aus Hanf zu produzieren und auf den Markt zu bringen. Wenn der Hanf für das CBD-Öl aus ökologischem Anbau stammt, die Produktion nachhaltig erfolgt und das Produkt aus Europa stammt, ist aus ökologischer Sicht auf jeden Fall wenig gegen CBD-Öl einzuwenden.

Warum verwendet man CBD-Öl?

Cannabidiol (CBD) kommt auf natürlicher Weise in Hanf vor und ihm werden von seinen Befürwortern eine Vielzahl von Wirkungen zugeschrieben. Da CBD nicht psychoaktiv ist und keine schädlichen Nebenwirkungen bekannt sind, genießt dieser Wirkstoff eine stark wachsende Beliebtheit. Vermarktet wird das Öl vor allem damit, dass die Tropfen eine Wirkung haben können bei Kopfschmerzen, Entzündungen und Angstzuständen. Die Wirkstoffe von CBD sollen vor allem unser natürliches Endocannabinoidsystem beeinflussen. Die potentiellen Wirkungen, mit denen CBD-Öl in Verbindung gebracht wird, sind allerdings noch nicht abschließend untersucht und also mit Vorsicht zu genießen.

Diese potentiellen Wirkungen werden dem CBD-Öl zugeschrieben:

Schmerzlinderung: CBD könnte in der Lage sein, die Schmerzwahrnehmung bei bestimmten Arten von Schmerzen zu verringern.

Herzgesundheit: Aus einer wissenschaftlichen Studie geht hervor, dass CBD direkte Auswirkungen auf isolierte Arterien hat. Auch eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung von CBD taucht in diesem Zusammenhang auf.

Hält wach: Während THC beim schnellen Einschlafen hilft, wurde bei einem Test mit CBD festgestellt, dass CBD den Benutzer den ganzen Tag über wach hält.

Reduziert Angst und Stress: Cannabinoide werden seit Jahrhunderten verwendet, um Stress abzubauen und die Entspannung zu steigern. Es gibt Indizien dafür, dass CBD Angst und Angstreaktionen auf Stress regulieren kann und sogar bei posttraumatischen Belastungsstörungen helfen könnte.

Hautgesundheit: CBD kann die Produktion von Lipiden in Hautzellen verringern und somit bei Hauterkrankungen unterstützen. Gleichzeitig kann es die Talgproduktion erhöhen, trockene Haut verhindern und Hautzellen schützen.

Quelle: Cibdol.de

Während viele wissenschaftliche Studien mögliche Vorteile von CBD aufgedeckt haben, sind die Ergebnisse oft noch nicht definitiv genug für harte, definitive Konklusionen. Alle hier gelisteten, angeblichen Vorteile sind also mit einiger Vorsicht zu genießen. Bei Krankheiten raten wir auf jeden Fall, einen Arzt zu konsultieren. Es ist durchaus auffällig, dass auch die WHO sich vorsichtig, aber klar für den Einsatz von CBD ausgesprochen hat und in einem umfassenden Bericht zu CBD aussagt, dass CBD kein Missbrauchspotential hat. Sogar das Deutsche Krebsforschungszentrum empfiehlt Krebspatienten, sich bei Bedarf CBD-Arzneimittel vom Arzt verschreiben zu lassen. Die Verbraucherzentrale allerdings mahnt auf ihrer Website zu Vorsicht: „Es gibt Hinweise, dass CBD entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt. Diese Hinweise sind allerdings noch nicht ausreichend im Rahmen klinischer Studien gesichert und Fragen zu Dosierung, Sicherheit, Neben- und Wechselwirkungen sind noch nicht geklärt.”

Sind Verkauf und Erwerb von CBD-Öl legal?

In der Regel sollte CBD-Öl in Deutschland legal sein, wenn es einen THC-Gehalt von unter 0,2 % besitzt. Dies ist ja eigentlich fast immer der Fall. CBD-Öl wirkt zwar nicht psychoaktiv und ist kein Betäubungsmittel, jedoch ist der rechtliche Status als „Novel Food“ noch etwas heikel. In einigen deutschen Städten und Bundesländern gibt es Allgemeinverfügungen, die den Verkauf von CBD verbieten. Der Verkauf von CBD-Öl und CBD-Blüten wird von der Polizei in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. Die aktuelle Rechtslage ist zwar noch nicht endgültig geklärt, allerdings hat vor kurzem der Europäische Gerichtshof ein Vermarktungsverbot in Frankreich gekippt. Dies könnte auch Folgen in anderen EU-Ländern haben.

Worauf ist beim Kauf von CBD-Öl zu achten?

Durch die wachsende Beliebtheit gibt es immer mehr Anbieter von CBD-Ölen im Internet. Natürlich sollte vor dem Kauf geprüft werden, ob das Produkt legal angeboten wird. Wer sich CBD-Öl besorgen möchte, sollte auch nicht das günstigste Angebot suchen, sondern auf Vertrauenswürdigkeit, Qualität und eine ökologische Produktion setzen. Wichtig ist dabei, zu prüfen, ob der Hanf aus zertifiziert biologischem Anbau stammt und ob das CBD-Öl frei von Zusatzstoffen ist. Auch Anbau und Herstellung innerhalb von Europa können dabei ein Qualitätsmerkmal sein.

Fazit: Nachhaltiges Wundermittel oder nicht?

Wir empfehlen hier ausdrücklich NICHT den Erwerb oder Nichterwerb von CBD-Öl. Jeder sollte sich dazu am besten eine eigene Meinung bilden. Wir lieben nachhaltige Produktinnovationen, was neu ist, muss nicht gleich schlechtgemacht werden, sondern eine faire Chance bekommen und wissenschaftlich auf Wirkungen und eventuelle Nebenwirkungen untersucht und geprüft werden. Nur weil es aus der Hanfpflanze kommt, ist es noch lange kein Suchtmittel! Die Entkriminalisierung von Hanfprodukten in Canada und den USA sind der Entwicklung in Europa um einige Jahre voraus. Es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis sich auch in Europa einen neuer Umgang mit der Pflanze gefunden hat. Das könnte auch die Möglichkeiten für Hanftextilien und andere nachhaltige Hanfprodukte wiederbeleben. Als Material hat die Hanfpflanze schon bewiesen, ein nachhaltiges Wundermittel zu sein. Ob auch das CBD-Öl wirklich seine Versprechen hält, wird sich noch zeigen!

Wenn Sie CBD selbst ausprobieren möchten, besuchen Sie die Cibdol-Website für mehr Informationen bezüglich qualitativ hochwertiges CBD.

Für weitere Infos:

Healthline – CBD Oil Benefits

WHO – Cannabidiol Critical Review

Cibdol – 5 Reasons to take CBD Oil

Verbraucherzentrale – CBD Öl Legal auf dem Markt?

 

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