Design Öko-Tipps

Fair schenken – die 7 schönste Fair Trade Online Shops

Faire Geschenke gesucht? Früher haben wir unsere Fair Trade-Kaffee im lokalen Weltladen geholt. Hier gab es dann niedliche, handgemachte Fair Trade-Artikel wie Wohnaccessoires, Geschenkideen und einige Lebensmittel aus fairem Handel. Meistens wurden die Läden von ehrenamtlichen Rentnern betreut, die Shops konnten dennoch oft nicht ganz mithalten mit dem Puls der Zeit. Dieses Klischee ist längst überholt. Mittlerweile gibt es einige sehr feine Fair Trade-Shops, wo gutes Design, lokales Handwerk und faire Produktion kein Wiederspruch sind. Wir stellen hier unsere persönliche Auswahl der schönste Fair Trade-Online-Shops vor.

Bild oben: LOVECO / Fidelis Fuchs

Unsere Auswahl von Fair Trade-Online-Shops:

1. Folkdays: Faires Designhandwerk und Mode-Shop

Fair Trade Online Shop - Faires Handwerk von FOLKDAYS

Die Gründerin von FOLKDAYS, Lisa Jaspers, wollte Fair Trade-Design und Mode neu definieren: eine faire Zusammenarbeit mit Kunsthandwerkerinnen aus aller Welt und daraus resultierend zeitlose, designstarke Produkte. Das ist durchaus gelungen, der kleine FOLKDAYS Shop in Berlin Kreuzberg wirkt auf den ersten Blick wie eine feine, stilvolle Boutique. Die hochwertigen Home-Accessoires und Modeprodukte sind alle fair produziert, die anspruchsvollen Designs sprechen für sich. Ziel von FOLKDAYS ist es, lokalen Herstellern zu helfen, die Traditionen ihres Handwerks am Leben zu erhalten, weiterzuentwickeln und womöglich neu zu erfinden. Dabei werden sie natürlich durch ein faires, stabiles Einkommen unterstützt.

2. The Anou: faires Handwerk direkt vom Produzenten

Die Anou-Kooperative ist ein preisgekröntes Kollektiv von über 600 Handwerkern aus Genossenschaften, Verbänden und Werkstätten in ganz Marokko. Der Shop ist ein Marktplatz, wo die Kunsthandwerker ohne Mittelsmänner ihre Ware den Konsumenten anbieten können. Wo sie oft nur einen Bruchteil dessen bekommen, was der Kunde zahlt, bekommen die Handwerker hier wirklich einen fairen Preis und die Genossenschaft verschafft sich auch Einfluss. Selbst Handwerker, die nicht lesen und schreiben können, haben die Möglichkeit, ihre Produkte direkt hier anzubieten. Ein tolles Projekt, wo der Fair Trade-Gedanke und moderne technologische Möglichkeiten Hand in Hand gehen!

3. Gebana: Fair Food „direkt vom Hof“

Zugegeben, kein klassisches Designprodukt, aber mit innovativem Ansatz. Gebana verkauft frische Früchte und Gemüse, was vorab bestellt und dann verschickt wird, sobald es geerntet wurde. Ein tolles Modell, das kleinen Produzenten direkten Marktzugang verschafft. Gebana gilt als Pionierin für den fairen Handel und startete in den 1970er Jahren als „Die Bananenfrauen“, hat ihr Konzept aber mittlerweile dem Zeitgeist angepasst und bietet die Produkte nun im frisch gestalteten Online-Shop an.

4. A Beautiful Story: fairer Schmuck und Design

Fair Trade Schmuck im Online Shop von A Beautiful Story

Eine Silberfabrik in Nepal steckt in Schwierigkeiten. Keine Kunden mehr. 12 Juweliere stehen vor einer ungewissen Zukunft. Cathelijne setzt sich für diese Menschen ein. Sie hat als Freiwillige in Nepal gearbeitet und kennt alle diese Leute persönlich. Ihr Job im Marketing bei Sara Lee Douwe Egberts ist nett, aber es fehlt etwas. Bis sie eines Tages merkt: „Wenn ich Kaffee verkaufen kann, sollte ich auch Schmuck verkaufen können.“ Und sie trifft eine lebensverändernde Entscheidung und gründet A Beautiful Story.

5. Glore: Faire Mode kann auch glorios sein

Faire Mode ist schon seit Jahren im Aufmarsch, es fällt also schwer, da nur einen Shop zu empfehlen. Glore hat aber echte Pionierarbeit im Bereich Green and Fair Fashion geleistet und verbindet ein starkes Commitment für Nachhaltigkeit mit schönen Styles – mit mehreren Glore Stores in deutschen Städten von Hamburg bis Stuttgart, die jedoch unabhängig inhabergeführt sind von einem Kollektiv von Überzeugungstätern. Faire Mode heißt: nachhaltige und fair gehandelte Baumwolle und andere Textilien, aber auch faire Mindeststandards in der Produktion bei der gesamten Wertschöpfungskette. Eigentlich selbstverständlich, aber die Praxis in der Modeindustrie ist immer noch eine andere.

6. Loveco: faire, vegane Mode, aus Berlin mit Liebe verschickt

Wer auf der Suche ist nach fairer, veganer Mode, kann auch mal bei Loveco vorbeistöbern. LOVECO hat mehrere schöne Shops in Berlin, führt aber auch einen gut gepflegten Online-Shop. Das junge Berliner Team hat ein Commitment in Sachen Nachhaltigkeit, die nicht bei veganen Mode-Styles aufhört. Eine faire Produktion ist auch bei LOVECO Voraussetzung, um aufgenommen zu werden.

7. Lilli Green Shop: faire Wohnaccessoires und Geschenkideen

Fair Trade Geschenke - Sojawachskerzen im Lilli Green Shop

Auch bei uns im Lilli Green Shop gibt es eine schöne Auswahl an fair gehandelten Produkten wie Wohnaccessoires und Fair Trade-Geschenke. So gibt es schöne Fair Trade-Vasen aus Recyclingglas, Körbe von Fair Trade Original sowie Haushaltshandschuhe und Öko-Luftballons aus fair gehandeltem Naturkautschuk. So schön kann Fair Trade-Design sein!

Warum Fair Trade wichtig ist

Manche fragen sich: Ist lokales Einkaufen nicht nachhaltiger als Fair Trade von weit weg? Das kommt sehr darauf an. Bei Textilien kommen die meisten Rohstoffe sowieso von weit weg, eine faire Produktion ist hier also besonders wichtig. Viele Handwerksprodukte sichern die Einkommen von ganzen Dörfern, es ist also für diese Leute wichtig, dass sie Zugang zu Konsumenten bekommen und dafür eine faire und zuverlässige Bezahlung bekommen, und genau das gewährleisten die Fair Trade-Initiativen und -Shops. Natürlich ist es manchmal ökologischer, lokal zu kaufen, vieles wird aber gar nicht in Deutschland hergestellt, und hier macht es eben wirklich Sinn, auf Fair Trade zu setzen!

Bild: FOLKDAYS / Zoe Spawton

Fair Trade-Siegel

Die Kennzeichnung eines Produktes als „fair“ ist nicht gesetzlich geschützt. Das bekannte Fairtrade-Siegel wird von verschiedenen Initiativen getragen, die unter dem Dach der Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) zusammenarbeiten. Es gibt aber auch andere Fair Trade-Siegel, die unter ähnlichen Standards arbeiten. Bei Fairtrade sollen ein garantierter Mindestpreis und eine Sozialprämie gezahlt werden und die Lebenshaltungskosten der Produzenten sollen gedeckt sein. Manche kleinere Fair Trade-Produzenten und Händler arbeiten oft auch ohne Siegel oder ohne Zwischenhändler, um die Kosten zu senken, hier sind die Konsumenten dann einzig auf die Glaubwürdigkeit der Anbieter angewiesen. Einige der hier vorgestellten Fair Trade-Online-Shops nutzen das Internet, um den Zwischenhandel zum Teil auszusetzen und dadurch die Arbeiter vor Ort direkter an der Auszahlung zu beteiligen.

Klassische Fair Trade-Online-Shops

Auch klassische Fair Trade-Shops haben mittlerweile schöne Online-Shops. Bei Gepa gibt es neben Schokolade und Kaffee auch eine große Auswahl an Wohnaccessoires und Geschenkideen. Auch Contigo, El Puente und der Weltladen-Shop führen ein klassisches Weltladen-Angebot mit fair gehandelten Produkten: von Lampen bis zu fairem Schmuck ist alles dabei.

Wer weitere Tipps für schöne Fair Trade-Shops hat, kann sie gerne unten als Kommentar hinterlassen!

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