Öko-Tipps Selber machen

Weihnachtsbaum-Alternativen: Inspiration für ein Fest ohne Tanne

Die Weihnachtskugeln sind ausgepackt, aber muss es wieder eine Tanne sein? Als Alternativen zum Weihnachtsbaum kommen ein Holzbaum zum Zusammenstecken, ein selbst gebauter Baum aus Ästen, ein Wandbaum oder ein Bücherbaum infrage. Wer keine ganze Baumform braucht, schmückt ein paar Zweige in einer Vase.

Mit Produktempfehlungen aus unserem Lilli Green Shop

Bei uns beginnt die Suche nach Weihnachtsideen gern mit einem Blick auf das, was schon da ist. Äste vom Gartenschnitt zum Beispiel oder die Bücher im Regal. Auch der Platz spielt eine Rolle: Ein Wandbaum lässt den Boden frei, ein freistehender Holzbaum braucht Stellfläche und nach Weihnachten einen Platz zum Verstauen. Hier sind fünf Ideen, vom wiederverwendbaren Weihnachtsbaum bis zur Dekoration ohne Baum.

1. Ein Weihnachtsbaum aus Holz zum Wiederaufstellen

Ein Stamm, querliegende Holzlatten, nach oben hin immer kürzer: Viel mehr braucht es nicht, um die vertraute Baumform zu erkennen. Zugegeben, Tannengrün sucht man hier vergeblich. Dafür rieseln bei diesem Baum auch keinerlei Nadeln zu Boden. Zwischen den Latten hängen die Kugeln frei, statt im Tannengrün zu verschwinden. Auch größere Anhänger kommen dort gut zur Geltung.

Ein Beispiel ist der Weihnachtsbaum aus Holz von Habitree, den wir in unserem Lilli Green Shop anbieten. Er besteht aus zusammensteckbaren Elementen aus Kebony-Holz und lässt sich nach Weihnachten wieder auseinandernehmen. Es gibt verschiedene Größen und Holzvarianten, darunter auch einen kleinen Tischbaum. Uns gefällt, dass die Holzform beim Schmücken sichtbar bleibt. Sie verträgt auch bunte Glaskugeln und muss keineswegs streng skandinavisch dekoriert werden. Für uns steht der Habitree für ein anderes Weihnachten: weniger neu kaufen, mehr wiederverwenden und jedes Jahr wieder Freude daran haben.

Wer einen Holzbaum anschaffen möchte, sollte neben der Höhe auch seine Breite und den Platz zum Verstauen im Blick haben. Wie werden die Teile verbunden, und lässt sich bei Bedarf etwas ersetzen? Kleine Verbindungsteile bewahrt man am besten zusammen mit den Holzelementen auf.

Weihnachtsbaum aus Holz von Habitree

2. Ein Weihnachtsbaum aus Ästen zum Selberbauen

Ein Baum aus vielen Teilen: Für diese freistehende Variante werden unterschiedlich lange Äste auf einen Mittelstab gesteckt. Unten sitzen die längsten, nach oben werden sie kürzer. Je nach Konstruktion lassen sich die Äste in verschiedene Richtungen drehen. Die Rinde bleibt sichtbar, ebenso Astgabeln und krumme Stellen.

Dafür eignet sich trockenes Holz aus ohnehin anfallendem Gartenschnitt. Wer selbst keinen Garten hat, kann im Bekanntenkreis nachfragen. Sehr unregelmäßige oder dicke Stücke lassen sich schwieriger bearbeiten. Für eine Konstruktion mit Mittelstab braucht es außerdem Bohrungen und einen passenden Fuß. Das ist eher ein kleines Werkstattprojekt als eine schnelle Bastelidee für den Abend vor Heiligabend.

Der Fuß muss die ausladenden Äste samt Schmuck sicher tragen. Leichte Papieranhänger passen gut dazu und lassen die Rinde sichtbar.

DIY Weihnachtsbaum selber machen

3. Ein Wand-Weihnachtsbaum für kleine Räume

Nicht immer muss es ein dreidimensionaler Baum sein. Für einen Wandbaum werden Äste der Länge nach sortiert und mit Kordel untereinander verbunden: der kürzeste oben, der längste unten. Dazwischen bleibt Luft für den Schmuck. So entsteht ein DIY-Weihnachtsbaum, der kaum in den Raum hineinragt. Gerade in kleinen Wohnungen ist das praktisch, und darunter bleibt Platz für die Geschenke.

Die Wirkung lässt sich schon durch die Abstände verändern. Dicht gehängte Äste ergeben eine kompakte Form, größere Zwischenräume lassen einzelne Anhänger hervortreten. Über dem kürzesten Ast lässt sich ein Stern befestigen. Wer mag, ergänzt eine für innen geeignete LED-Lichterkette.

Die Aufhängung muss zum Gewicht und zur Wand passen; ein kleiner Klebehaken ist nicht für jede Konstruktion geeignet. Vor dem Schmücken lohnt es sich, die Knoten und die Befestigung zu prüfen. Nach Weihnachten kann der Wandbaum ohne zerbrechlichen Schmuck als Ganzes aufbewahrt werden, etwa hängend in der Abstellkammer.

4. Oh Bücherbaum: ein Weihnachtsbaum aus Büchern

Vielleicht steht die nächste Weihnachtsbaum-Alternative längst im Regal. Aus Büchern lässt sich auf einem Sideboard ein kleiner Baum stapeln: breite Bände nach unten, kleinere nach oben, auf die Spitze ein Papierstern. Unterschiedliche Einbände bringen die Farbe gleich mit.

Ein niedriger Stapel ist leichter standfest aufzubauen als ein großer Bücherturm auf dem Boden. Die Bücher sollten flach und sicher aufliegen, ohne dass empfindliche Einbände oder Buchrücken verbogen werden. Wer Kinder oder Tiere im Haushalt hat, die an der Dekoration ziehen könnten, wählt besser einen Platz außerhalb ihrer Reichweite.

Viel zusätzlicher Schmuck ist hier gar nicht nötig. Ein paar Papiersterne neben dem Stapel reichen vielleicht schon. Nur das Buch, das man über die Feiertage endlich lesen wollte, sollte besser nicht ganz unten landen.

Weihnachtsbaum aus Bücher

5. Weihnachten ohne Baum: Zweige in der Vase

Naheliegend ist es, einfach ganz auf den Baum zu verzichten. Einige verzweigte Äste in einer standfesten Vase bieten ebenfalls Platz für Weihnachtskugeln. Dafür lässt sich beispielsweise Schnittgut aus dem eigenen Garten verwenden. Die Zweige müssen weder gerade noch gleichmäßig gewachsen sein. Ein einzelner langer Ast kann über dem Tisch ebenso schön wirken wie ein kleines Arrangement auf der Fensterbank.

An kahlen Zweigen fallen einzelne Stücke aus der Weihnachtskiste besonders auf. Eine große Glaskugel braucht etwas Abstand zum nächsten Anhänger, kleine Papiersterne lassen sich auch an feinere Zweige hängen. Papiersterne lassen sich auch aus vorhandenen Papierresten ergänzen. Für schweren Schmuck braucht es entsprechend kräftige Zweige und ein Gefäß, das nicht kippt.

Wer lieber ganz ohne Äste dekoriert, kann die alten Kugeln in einer Schale sammeln oder Sterne ins Fenster hängen. Es muss nicht jede Weihnachtsdekoration einen Baum nachbilden.

Welche Idee passt, hängt auch davon ab, was nach den Feiertagen damit passieren soll. Die Bücher kommen zurück ins Regal, ein Wandbaum vielleicht in die Abstellkammer, der Holzbaum zerlegt in seine Verpackung. Wer einen intakten künstlichen Baum besitzt und ihn gern aufstellt, braucht für diese Ideen keinen Ersatz zu kaufen. Weniger, dafür besser konsumieren heißt für uns auch, die vertrauten Dinge weiterzubenutzen.

Wie sich Anbau, Material und Nutzungsdauer auf die Umweltbilanz auswirken, besprechen wir in unserem Beitrag Wie nachhaltig sind Weihnachtsbäume? Tanne, Topfbaum und Alternativen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Alles, was Sie wissen müssen

Jetzt kostenlos abonnieren und 5% Rabatt sichern!

Das Lilli Green Magazin berichtet regelmäßig über nachhaltiges Design aus aller Welt. Im monatlichen Magazin-Abo erhalten Sie die besten Artikel und Interviews rund um Nachhaltigkeit und Design, sowie exklusive Neuigkeiten, Angebote und Verlosungen aus dem Lilli Green Shop. Als Mitglied der Lilli Green Community erhalten Sie außerdem 5% Rabatt auf das reguläre Shopsortiment!