Architektur Upcycling

Upcycling – Designer machen aus Plastikflaschen eine Notunterkunft

Londoner Designer haben eine Notunterkunft für Katastrophengebiete entwickelt, die komplett aus alten Plastikflaschen und Bambus besteht. Das „BottleHouse“ ist clever designt, aber sehr einfach und schnell aufzubauen. Es schenkt nicht nur alten Plastikflaschen über Upcycling Design ein neues Leben, sondern will auch die Idee der Kreislaufwirtschaft verbreiten.

Eine Notunterkunft aus ausschließlich nachhaltigen Materialien

Das Konzept stammt vom Design-Start-up Six Miles Across London Limited (abgekürzt small.). Das BottleHouse hat einen Rahmen aus Bambusstäben in Form eines Tipis, und auf diese Stäbe werden mit Heu gefüllte Plastikflaschen nacheinander aufgesteckt. So entstehen undurchsichtige, stabile Wände, über die noch eine zweite, fächerförmige Schicht aus aufgeschnittenen Plastikflaschen kommt. So kann Regenwasser nach unten ablaufen. Halt bekommt die Konstruktion durch in den Boden gesteckte, mit Sand gefüllte Flaschen.

Das BottleHouse lässt sich mit wenig Know-how aufbauen und kostet nicht viel. Damit ist es ideal für die ärmsten Länder der Welt, die Naturkatastrophen oft am härtesten treffen. Gleichzeitig ist Bambus als Baumaterial etwa in Asien weit verbreitet. Das fertige BottleHouse schützt nicht nur vor Regen, sondern auch vor Sonne, und seine Konstruktion sorgt für eine angenehme Temperatur im Inneren.

Wie Upcycling Design und Kreislaufwirtschaft die Welt verändern können

Ricky Sandhu, der Gründer von small., ist angetrieben von der Idee, nachhaltige Lösungen für das wachsende Plastikproblem zu finden. Denn weltweit werden eine Million Plastikflaschen pro Minute verkauft, Tendenz steigend. Mit Recycling ist diese Plastikflut, die unsere Ozeane vermüllt und ganze Ökosysteme gefährdet, nicht zu bewältigen. Upcycling Design und Circular Design-Ansätze bieten neue Lösungen, indem sie eine sinnvolle und nachhaltige Verwendung für Dinge entwickeln, die sonst einfach Müll wären.

Die Idee hinter dem BottleHouse ist, „Ziegel der Zukunft“ aus den Flaschen zu machen, die andere weggeworfen haben. Lokale Gemeinschaften sollen dabei nicht nur von den Notunterkünften selbst profitieren. Für sie ist die Idee auch eine Chance auf Bildung und Einkommen, indem sie beim Sammeln der Plastikflaschen helfen und lernen, wie man BottleHouses aufbaut.

 

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