Kunst

Riesiger Wal aus Plastikmüll!

Anfang Juni wurde ein halbtoter Grindwal an einem thailändischen Strand gefunden und starb kurz darauf. Bei der Obduktion fand man 8 Kilogramm Plastiktüten in seinem Magen, die er für Nahrung gehalten und verschluckt hatte. Passend dazu gibt es eine riesige Skulptur auf der Kunst-Triennale im belgischen Brügge. Ein Blauwal, hergestellt aus mehreren Tonnen Plastik aus dem Pazifik, macht eindrucksvoll auf das Problem mit dem Plastikmüll in unseren Meeren aufmerksam.

Fünf Tonnen Plastikmüll in nur vier Monaten

Hinter der Skulptur „Skyscraper“, die in Brügge jetzt aus meterhoch aus einem Kanal ragt, steckt das New Yorker Architektur- und Designstudio StudioKCA. Sie nahmen das diesjährige Motto der Triennale, „Liquid City“, wörtlich und zeigen mit ihren Wal aus Plastik, wie viel Müll aus unseren Städten in unsere „flüssigen Städte“ gelangt, also in unsere Ozeane. Zusammen mit dem Hawaii Wildlife Funds sammelte StudioKCA in nur vier Monaten 5 Tonnen Plastikmüll aus dem Pazifik und fand dabei alles was man sich vorstellen kann, vom Toilettensitz bis zur Stoßstange. Nachdem das Plastik gereinigt und sortiert war, sammelten die Designer über 17.000 Dollar auf Kickstarter, um die tragende Struktur aus Stahl und Aluminium sowie den Transport der Skulptur nach Brügge zu finanzieren. Dort erhebt sich der Plastikwal jetzt direkt am historischen Jan-van-Eyck-Platz aus dem Wasser.

Jedes Jahr gelangen 8 Millionen Tonnen Plastik ins Meer

Die Skulptur soll nach der Triennale im September weiterziehen und an anderen Orten das Bewusstsein dafür wecken, warum wir unseren Umgang mit Plastik ändern und Müll vermeiden müssen. Schätzungen zufolge schwimmen in unseren Meeren 150 Tonnen Plastikmüll, und jedes Jahr kommen 8 Millionen Tonnen dazu. Doch unser Plastikkonsum kennt keine Grenzen: Allein in Deutschland werden stündlich 2 Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht.

Tipps für ein Leben ohne Plastik

Ein Leben ganz ohne Plastik ist sicher nicht von heute auf morgen möglich. Doch jeder kann selbst ein paar Dinge tun, um Plastikmüll wenigstens zu reduzieren. Es geht damit los, zum Einkaufen eine Mehrwegtüte aus Stoff oder einen Korb mitzunehmen und auf Plastiktüten zu verzichten. Obst und Gemüse gibt es oft auch lose statt eingeschweißt. Statt Wasser in Plastikflaschen zu kaufen, kann man sich eine (am besten) plastikfreie Trinkflasche zulegen und diese immer wieder nachfüllen. Das gilt auch für den Coffee to go, für den es inzwischen eine große Auswahl an umweltfreundlichen Mehrweg-Kaffeebechern aus Glas gibt. Zahnbürsten gibt es auch aus Bambus, teilweise auch mit biologisch abbaubaren Borsten, und statt Flüssigseife im Plastikspender kann man auch ein Seifenstück nutzen. Das alles hilft, Plastikmüll deutlich zu reduzieren!

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