Geschenke zu verpacken macht mindestens genauso viel Spaß wie das Schenken selbst. Leider sind viele Verpackungen nicht wiederverwendbar, wodurch jede Menge Müll entsteht. Es gibt jedoch zahlreiche schöne Ideen, Geschenke optisch ansprechend und gleichzeitig mit möglichst wenig neuem Material zu verpacken. Hier teilen wir einige inspirierende Tipps, wie man Geschenkverpackungen kreativ selbst herstellen und dabei auf Nachhaltigkeit achten kann.
Wozu beim Geschenke einpacken auf Nachhaltigkeit achten?
Beim Schenken geht es in erster Linie darum, ein passendes und individuelles Geschenk für die beschenkte Person zu finden. Auch wenn die Verpackung dabei nur eine nebensächliche Rolle spielt, ist sie nicht gänzlich außer Acht zu lassen. Es geht dabei um Details wie das richtige Papier, die passende Schleife oder ein besonderes Dekoelement.
Wer für Geschenkverpackungen vorhandene Materialien erneut verwendet, kann neues Verpackungsmaterial sparen und Abfälle vermeiden. Gleichzeitig ist das ein Zeichen für einen achtsamen Umgang mit dem, was schon da ist, und für ganz bewusstes Schenken. Diese Aufmerksamkeit wird beim Beschenkten nicht unbemerkt bleiben!
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Blumendeko bei Geschenken kommt immer gut an (Bild: Nerosable)
6 Tipps für nachhaltige Geschenkverpackungen
Der berühmte erste Eindruck gilt übrigens auch beim Schenken: Wiederverwendbare, kreative und selbst hergestellte Geschenkverpackungen kommen immer am besten an! Deshalb dreht sich hier alles um tolle Ideen für Verpackungen, die aus vorhandenen Materialien entstehen oder nach dem Schenken weiterbenutzt werden können. Reused, recycelt und upgecycelt, wenn es passt!
Tipp #1: Upcycling mit vorhandenem Material
Eine tolle Lösung für nachhaltige Geschenkverpackungen ist die Verwendung von Materialien, die man bereits zu Hause hat. Aus Zeitungspapier, Landkarten, Magazinseiten oder Kalenderblättern lässt sich hervorragend Geschenkpapier basteln. Mit Farben können bunte Details oder Glückwünsche ergänzt werden, und das Papier kann mit einer Designschablone noch weiter verschönert werden.
Lustige Sprüche oder Bilder aus den Zeitschriften können beim Verpacken bewusst hervorgehoben werden, um für einen extra Gag zu sorgen. Eine bunte Schleife aus Stoff vervollständigt das Päckchen. Das Beste am Upcycling ist, dass jedes Geschenk einen völlig individuellen Look erhält und definitiv ein Unikat wird!
Designschablone im Art Nouveau-Stil (Bild: Another Studio)
Tipp #2: Verpackungen aus Stoff und Furoshiki
Der zweite Tipp stammt ursprünglich aus Japan und handelt von der Tradition des kunstvollen Stoffwickelns, original Furoshiki genannt. Dabei werden die Geschenke mit Stofftüchern verpackt. Ob ein dünner Schal, ein Geschirrtuch oder eine schöne Tischdecke, die „Verpackung“ kann anschließend weiterhin benutzt werden. Auch Wachstücher eignen sich zum Verpacken kleiner Geschenke.
Das eigentliche Geschenk wird also gleichzeitig kreativ verpackt und die Verpackung selbst kann wiederverwendet werden. Besonders sinnvoll ist das, wenn die Stoffe schon vorhanden sind und später weiterbenutzt werden. Geschenktaschen aus Stoff anstelle von Papier oder Plastik eignen sich ebenfalls hervorragend als Verpackung. Die Jutebeutel können entweder selbst bemalt oder mit einem passenden Motiv oder Spruch gewählt werden. Aus Stoffresten lässt sich sogar ein Strumpf für Nikolausgeschenke nähen.


Ein Stofftuch oder Bienenwachstuch als Geschenkverpackung (2. Bild: Toff & Zürpel)
Tipp #3: Wiederverwendbare Geschenkkisten
Vor allem für schwere oder leicht zerbrechliche Geschenke eignet sich eine Geschenkkiste als Verpackung. Wenn bereits eine robuste Kiste aus Holz oder starkem Karton vorhanden ist, kann diese wunderbar wiederverwendet werden. Eine Holzkiste findet oft leicht einen neuen Einsatzbereich und kann weiterhin verwendet werden.
Zu besonderen Anlässen wie beispielsweise zur Konfirmation, zum Abitur oder auch zu einem Jubiläum werden gerne hochwertige Präsente gemacht. Diese lassen sich perfekt in einer schönen Schachtel aus recyceltem Papier verschenken. Eine Verpackung von entsprechender Qualität wertet das gesamte Geschenk auf und erzeugt beim Beschenkten noch mehr Eindruck.
Ideal ist natürlich, wenn sogar die Geschenkverpackung zum jeweiligen Anlass passt. So kann beispielsweise bei einem Geschenk zum Abitur eine Landkarte als Geschenkpapier dienen. Oft stehen nach dem Abi ja längere Reisen an, um die Welt zu entdecken, ehe es mit dem Studium weitergeht. Diese Idee hinterlässt auf jeden Fall Eindruck!

Karten als Geschenkverpackung (Bild: Bow & Hummingbird)
Tipp #4: Einmachgläser, Dosen und Flaschen
Eine wunderbare Möglichkeit für Geschenkverpackungen, die man nicht gleich wegwerfen muss, sind wiederverwendbare Einmachgläser, Dosen und Flaschen. Dazu werden am besten die schönsten vorhandenen Objekte gesammelt und für das Geschenk bunt bemalt oder mit einer Schleife verziert.
Darin lassen sich optimal Gutscheine, Briefe, Gewürze oder andere Kleinigkeiten verschenken. Auch für „Kuchen im Glas“ oder selbstgemachte Kekse und Sirup eignen sich saubere, lebensmittelechte Second-Hand-Gefäße hervorragend. Die Einmachgläser können vom Beschenkten im Anschluss weiterverwendet werden und landen so nicht im Müll.

Geschenke im Glas – lecker und wiederverwendbar verpackt
Tipp #5: Karten neu denken
Nicht nur bei der Geschenkverpackung selbst kann auf Nachhaltigkeit geachtet werden. Auch bei der Glückwunschkarte darf man der Umwelt zuliebe gerne kreativ werden. Die Glückwünsche können auf Recyclingpapier, selbstgemachtes Papier aus vorhandenen Papierresten oder direkt auf die Verpackung geschrieben werden.
Auch Papierreste eignen sich hervorragend, um der Kreativität freien Lauf zu lassen. Ganz nach dem Motto „aus Alt mach Neu“ lassen sich wunderbar schöne Karten upcyceln. Diese übermitteln neben den Glückwünschen auch jede Menge Persönlichkeit und Individualität. Genau das Richtige für ein Geschenk für Freunde und Familie!

Grußkarten machen Geschenke noch persönlicher (Bild: Bow & Hummingbird)
Tipp #6: Natürliche und Second-Hand-Dekoration
Oft sind es die kleinen Details, die eine Geschenkverpackung zu etwas ganz Besonderem machen. Tolle Dekorationen und außergewöhnliche Kleinigkeiten findet man auf Flohmärkten oder in Second-Hand-Läden. Ob Strohsterne wie von Oma, alte Briefmarken oder lustige Anhänger, die Deko wird die selbst hergestellte Geschenkverpackung perfekt ergänzen.
Auch natürliche Elemente bringen einen besonderen Charme in die Gestaltung. Frische oder getrocknete Blumen und Kräuter werten Geschenke auf eine natürliche und stilvolle Weise auf. Besonders in der Weihnachtszeit bieten sich saisonale Geschenkdekorationen an: Zimtstangen, Sternanis, getrocknete Orangenscheiben, Tannenzapfen, Kieferzweige oder kleine Äste mit Beeren sorgen für eine festliche und natürliche Atmosphäre.

Deko mit Tannenzapfen: Es braucht gar kein Weihnachtspapier für eine festliche Stimmung.
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