Bauen

Holzbau – Wieso Bauen mit Holz klimaschonend ist

Das Thema Klima wird immer wichtiger bei der Auswahl von Baumaterialien. Konventionelle Materialien wie Zement, Stahl und Ziegel werden mit großem Energieaufwand künstlich hergestellt und belasten das Klima. Während der Betonbau dem Klima schadet, kann Bauen mit Holz einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Was macht den Baustoff Holz nachhaltig und klimaschonend?

  1. Holz ist ein natürlicher, nachhaltiger Rohstoff

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und ein natürliches Material. Bei Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft wird darauf geachtet, dass der Baumbestand erhalten bleibt und dem Ökosystem kein Schaden zugefügt wird. Holz ist der mit Abstand bedeutendste nachwachsende Rohstoff und hat damit einen besonderen Stellenwert. In der Charta für Holz 2.0 wird nachhaltige Holzwirtschaft als Meilenstein zur Erreichung der Klimaschutzziele genannt.

  1. Bauen mit Holz ist gut für die Kreislauffähigkeit

Für nachhaltiges Bauen ist nicht nur die Rohstofferstellung wichtig. Wesentlich sind auch die Haltbarkeit sowie die Kreislauffähigkeit des Materials. Holz ist als natürliches Material in den biologischen Kreislauf zurückzuführen. Anders als bei Häusern aus Stein oder Beton kann ein Holzhaus vollständig in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden. Auch ist das Recyclingpotenzial von Holzwerkstoffen besonders hoch. Je mehr Holz in einem Haus verbaut ist, umso kreislauffähiger ist ein Haus in der Regel.

  1. Holz speichert CO2

Bauen mit Holz sorgt dafür, dass größere Mengen CO2 langfristig gebunden bleiben und währenddessen nicht in die Atmosphäre gelangen. Die Wälder speichern in der lebenden Biomasse Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Holz hat also die Fähigkeit, beim Wachstum CO2 aus der Atmosphäre aufzunehmen und langfristig zu speichern, selbst dann noch, wenn es verarbeitet wurde.

  1. Bauen mit Holz: Herstellung ohne hohen Energieaufwand

Anders als bei konventionellen Baumaterialien kommt die Herstellung von Holz ohne hohen Energieaufwand aus. Es muss kein künstliches Material hergestellt werden, Holz wächst auf ganz natürliche Art und die Energie, die es dafür braucht, kommt einfach von der Sonne. Durch die ebenfalls energiearme und größtenteils schadstofffreie Verarbeitung von Holz ist der Bau eines Fertighauses nachhaltiger als der Massivhausbau.

  1. Nachhaltige Holzwirtschaft trägt zum Klimaschutz bei

In manchen Bundesländern könnte der gesamte Bedarf für Neubau mit Holz aus lokaler, nachhaltiger Forstwirtschaft gedeckt werden. Für den Klimaschutz ist es wesentlich besser, in einem Wald nachhaltig Bäume zu roden und das Holz als Rohstoff zu nutzen. Durch die Baumernte wachsen die anderen Bäume besser nach und das im Holz gebundene CO2 bleibt langfristig gebunden, solange das Holz hält. Nach dieser Logik leistet ein bewirtschafteter Wald einen größeren Klimaschutzbeitrag als ein nicht bewirtschafteter Wald.

Beitragsbilder: Architekt Les Eerkes

Wie viel CO2 kann durch den Bau eines Holzhauses eingespart werden?

Beim Bau eines Holzhauses werden ca. 80 Tonnen CO2 eingespart im Vergleich zum Massivbau. Eine nachhaltige Einrichtung und Ausstattung aus Holz können den CO2-Impact weiter reduzieren.

Warum ein Haus aus Holz klimaschonender ist als ein Haus aus Stein

Ein Haus aus Holz ist klimaschonender als ein Haus aus Stein, weil der Bau wesentlich weniger CO2 verbraucht, da Holz CO2 speichert und es bei der Verarbeitung einen geringeren Energieaufwand als bei der Verarbeitung von Stein gibt. Das benötigte Holz für ein Fertighaus wächst innerhalb von Sekunden nach. Auch ist ein Haus aus Holz kreislauffähiger, weil es gut abbaubar und/oder recycelbar nach einem Abriss des Hauses ist. Ein Haus aus Holz sorgt zudem für ein angenehmeres und gesünderes Wohnklima.

Bauen mit Holz - Klimaschonend und nachhaltig

Was kann man noch tun, um ein Haus energieeffizient und nachhaltig zu bauen?

Wer nachhaltig und klimaschonend bauen möchte, achtet nicht nur auf den Hausbau selbst, sondern auch auf die Energieeffizienz des Hauses. Schon bei der Bauplanung geht es los: Haus und Grundriss sollten optimal nach dem Sonnenverlauf ausgerichtet werden.

Wichtig beim Holzhaus ist es, dass die Dämmung optimal ausgeführt ist, sodass beim Heizen möglichst wenig Energie verloren geht. Ein klimaschonendes Haus kann mit Strom- und Heizsystemen aus erneuerbaren Energien (z. B. Wärmepumpe, Photovoltaik) ausgestattet werden. Auch die Wohnungseinrichtung hat einen nicht zu vernachlässigen Einfluss. So können die Ausstattung und die Möbel aus natürlichen, nachhaltigen Materialien hergestellt werden, wodurch wiederum CO2 eingespart wird und späteres Recycling möglich ist.

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