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Strohboid – Nachhaltige Eventzelte aus Naturmaterialien

Bauen mit Stroh: Klar ist es ökologisch und gesund, aber Strohhäuser gelten für viele nicht gerade als sexy. Zwei Architekturstudenten wollten sich damit nicht abfinden. Mit Strohboid entwickelten sie nachhaltige Eventzelte und Strohhäuser, die auch noch richtig schön sind. Und nicht nur das: Strohboid ist ein ganzes Bausystem, mit dem sich ökologische Häuser aller Art und Form errichten lassen.

Raus aus der Nische in den Mainstream

Ökologisches Bauen ist heute das, was Elektroautos vor zehn Jahren waren: Etwas für Träumer und Idealisten, aber noch nicht wirklich etwas für den Mainstream. Inzwischen bauen alle großen Autohersteller Elektroautos, und dasselbe wollen die heutigen Diplom-Designer Max Schade und Fritz Walter auch für ökologische Zelte und Häuser erreichen. Die junge Öko-Architekten teilen eine Leidenschaft für natürliches Bauen und den unumstößlichen Vorsatz, der nächsten Generation eine nachhaltigere Umwelt zu schaffen.

Zelte aus Naturmaterialien – nachhaltig und belastbar

Ihr Prototyp, das strohgedämmte Eventzelt Strohboid, entstand im Rahmen ihrer gemeinsamen Diplomarbeit. Obwohl es aus Stroh ist, ist Strohboid formschön und elegant geschwungen. Das haben die beiden Designer mit einer Gitterkonstruktion aus Buchenholz erreicht, die sie unter Dampf erhitzten. Erhitzt wird das Lignin in den Holzfasern nämlich weich und biegsam, beim Abkühlen verfestigt es sich wieder. Dach und Wände des Prototyps wurden mit einer Sandwich-Konstruktion realisiert, die mit gepressten Strohballen wärmegedämmt und mit Lehm verputzt ist. Diese Kombination aus Naturmaterialien schützt vor Feuer, Nässe und Wind und sorgt für ein perfektes Raumklima.

Form follows Nature

Max Schade und Fritz Walter haben ihre Idee weitergeführt und produzieren und vermieten heute nachhaltige Eventzelte, die aufgrund ihrer Buchenholz-Konstruktion extrem belastbar sind. Die Strohboid-Zelte sind mit robustem, wetterfestem Segeltuch aus Baumwolle verkleidet und können auch miteinander verbunden werden. Sie werden in zwei Größen mit 35 oder 70 Quadratmetern Grundfläche angeboten und sind erweiterbar. Die Zelte sind deshalb perfekt für festliche Anlässe, als Showroom oder als Live-Bühne, kurz: Für alle Events, die sich um Nachhaltigkeit und Ökologie drehen.

Ökologische Eventzelte und Architektur: die Vision hinter Strohboid

40 Prozent aller Treibhausgase entstehen beim Bau und beim Beheizen von Gebäuden. Das, was Neubauten an Heizenergie einsparen, verbrauchen sie schon bei ihrer Herstellung. Natürliche Baustoffe sind also der entscheidende Baustein für eine CO2-neutrale Zukunft, finden Max Schade und Fritz Walter. Und deshalb haben sie noch viel vor: Mit ihrem Strohboid-System wollen sie künftig nicht nur nachhaltige Eventzelte, sondern frei geformte, ökologische Gebäude aller Art bauen. Vom Tiny House über strohgedämmte Passivhäuser bis zum Olympiastadion ist alles möglich! Die beiden wollen zeigen: Ökologische Architektur kann Räume schaffen, über die wir normalerweise noch nicht einmal zu träumen wagen.

Der Firmensitz und Produktionsstandort von Strohboid befindet sich übrigens in der Südoststeiermark, an einem Ort, wo eine gemeinschaftliche Wohn- und Arbeitsvision entsteht. Im Projekt „Cambium – Leben in Gemeinschaft“ bauen etwa 100 Menschen einen Raum zum Wohnen, Leben und Arbeiten auf. In einem naturnahen, generationsübergreifenden Öko-Dorf werden ressourcenschonendes und selbstbestimmtes Leben, nachhaltiges Wirtschaften und ein achtsames Miteinander im Vordergrund stehen.

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